Erstellt am 29. September 2015, 08:42

von Christoph Reiterer

Flüchtlingsthema ohne Publikum. Flüchtlingsquartier wird Dienstag fixiert. Kein FPÖ-Statement zum internen Streit.

Symbolbild  |  NOEN, Erwin Wodicka

Sie betonen zwar, mit der ÖVP in Hollabrunn ein gutes Verhältnis pflegen zu wollen, doch eines kritisieren die Freiheitlichen nun: Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag (29. September) soll über die Flüchtlingsunterbringung in Hollabrunn hinter verschlossenen Türen entschieden werden. Die FPÖ will hingegen nicht mehr über ihren internen Chihuahua-Zwist sprechen.



ÖVP-Bürgermeister Erwin Bernreiter hat bereits durchklingen lassen, dass im Studentenheim bis zu 20 Flüchtlinge – Frauen und Kinder – untergebracht werden können. Die bereitgestellten Räume sollen an den Verein menschen.leben vermietet werden.

Weil es sich dabei um eine Liegenschaftsangelegenheit handelt, soll das Thema im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung behandelt werden. „Eine reine Formalität. Es wird überhaupt nichts verheimlicht“, betont der Stadtchef.

„Unsere Position kennt jeder, aber es wird von uns keinen Aufstand geben. Wir werden das problemlos über die Bühne bringen“, versteht FPÖ-Stadtrat Wolfgang Scharinger nicht, warum darüber nicht vor Publikum gesprochen wird. „Das macht eine komische Optik“, ergänzt Gemeinderat Sascha Bauer. „Was für ein Signal ist das, wo ohnehin so viel Schindluder mit dem Thema getrieben wird.“

Wurzer statt Rosenkranz und blaues Schweigen

Nicht äußern will sich Scharinger zur internen FPÖ-Aussprache nach der Anzeige von Gemeinderätin Daniela Lichtenecker gegen Gemeinderat Christian Lausch wegen anhaltender nächtlicher Ruhestörung – Chihuahua-Gebell, die NÖN berichtete:

Durchgedrungen ist, dass aus Termingründen nicht – wie zunächst mitgeteilt – Landesparteiobmann Walter Rosenkranz, sondern Landesgeschäftsführer Karl Wurzer nach Hollabrunn kam, um sich beide Seiten anzuhören. Es gebe noch weitere Gespräche, ist die Angelegenheit für Lausch noch nicht vom Tisch.

Derzeit sei dieses Thema jedoch nicht vordergründig und nicht viel Zeit dafür, weil er als Nationalratsabgeordneter derzeit genauso wie Rosenkranz besonders intensiv mit seiner Verantwortung in der Bundespolitik befasst ist.