Erstellt am 12. Februar 2016, 12:40

von Sandra Frank

Forum Wissenschaft & Umwelt zu S 3: Es geht um Verfahrensmängel!. Zwei Einsprüche könnten den Ausbau der Weinviertler Schnellstraße S 3, wie berichtet, im Zeitplan neuerlich zurückwerfen. Eine Tatsache, der Anrainer auf jeden Fall entgegenwirken wollen.

Noch im Dezember schien der Ausbau der S3 für den Abschnitt Hollabrunn-Guntersdorf endlich auf Schiene, die Asfinag verkündete stolz den positiven UVP-Bescheid. Bereits im Jänner gab's Einsprüche, die sich »keineswegs gegen die Entlastung der Bevölkerung richten«, wie der wissenschaftliche Verein Forum Wissenschaft & Umwelt betont. Foto: Sandra Frank  |  NOEN, Sandra Frank

Daher baten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden jene, die diese Einsprüche einbrachten, selbige zurückzuziehen, um das Projekt nicht noch weiter hinauszuzögern.

Einer der Beschwerdeführer, das Forum Wissenschaft & Umwelt, erklärte den Gemeindechefs in einem Retourschreiben, dass sich die Beschwerde „keineswegs gegen die Entlastung der Bevölkerung in der Region“ richte.

Verfahren müsse ordnungsgemäß abgewickelt werden

Reinhold Christian und Peter Weish, die beiden Präsidenten des wissenschaftlichen Vereins, verstehen durchaus, wie belastend die jetzige Situation für die Bewohner sei, aber: „Das gegenständliche Projekt macht durchaus den Eindruck, dass es keineswegs die Entlastung der Menschen in der Region und die Steigerung ihrer Lebensqualität das Hauptziel darstellt“, heißt es in dem Schreiben an die Bürgermeister. Es bestehe viel mehr die Gefahr, dass der Verkehr sogar noch zunehme.

Doch es sind die „zum Teil groben Verfahrensmängel“, welche der Verein in seiner Beschwerde anprangert. Das Verfahren müsse ordnungsgemäß abgewickelt werden, weshalb sich die Kritik der Anrainer und Bürgermeister nicht gegen das Forum selbst, sondern gegen jene richten sollte, welche die Mängel verursacht haben.

Wie Gemeindechefs und Bürger auf diese Rückmeldung reagieren, lesen Sie in der nächsten Ausgabe Ihrer Hollabrunner NÖN!