Erstellt am 16. März 2016, 12:18

von Christoph Reiterer

FPÖ fordert Burkini-Verbot im Stadtbad. Ein Verbot von Burkinis – also der zweiteiligen Schwimmanzüge für muslimisch Frauen – im Freibad Hollabrunn forderte Christian Lausch (FP) per Antrag in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. VP-Bürgermeister Erwin Bernreiter ließ jedoch nicht darüber abstimmen.

Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN
Das Tragen „schariakonformer Schwimmbekleidung“ verstoße hinsichtlich der Hygiene ganz klar gegen die Haus- und Badeordnung, so Lausch. Außerdem seien in diesem Zusammenhang auch „Zwischenfälle“ zu befürchten. In einigen Gemeinden sei bereits ein Verbot beschlossen worden.

„Behalte mir Aufsichtsbeschwerde vor“

„Integration ist eine Bringschuld der Migranten, unsere Sitten und Gebräuche müssen voll und ganz akzeptiert worden“, formulierte der Freiheitliche in seinem Antrag.

x  |  NOEN, Kalchhauser


Zu einer politischen Diskussion kam es jedoch nicht. Lausch hatte seine Forderung als Zusatzantrag zur Neufestsetzung der Freibad-Tarife eingebracht. Das sei nicht zulässig, erklärte der Bürgermeister. Über die Sache könne jedoch gerne im entsprechenden Ausschuss debattiert werden.

Lausch blieb dabei, dass er laut Paragraf 22 der Gemeindeordnung sehr wohl dazu berechtigt sei, diesen Antrag zu stellen. „Ich behalte mir eine Aufsichtsbeschwerde vor“, ließ er den Stadtchef wissen. „Ich freue mich darauf“, entgegnete Bernreiter.

x  |  NOEN, zVg/ÖVP