Erstellt am 02. März 2016, 02:54

von Karin Widhalm

Früheres Kino als Location im Auge. Das sanierungsbedürftige Haus könnte mit einem Zubau vergrößert werden.

Sie wollen die Landesaustellung nach Retz und Znaim bringen (v.l.): Heribert Donnerbauer, Manfred Marihart, Alfred Schuster, Günther Hofer, Markus Baier, Eva-Maria Himmelbauer, Alfred Kliegl, Helmut Koch, Gerold Blei, Stefan Grusch, Hannes Weitschacher, Reinhold Griebler, Manfred Nigl. Tanja Dworzak und Nick Thal sind ebenfalls Vereinsmitglieder. Foto: Enzmann  |  NOEN, Franz Enzmann

„Alte Verbindungen neu beleben“: Der Arbeitstitel für die Bewerbung zur Landesausstellung ergab sich beim Meeting des Vereins „Retz 2021“ am Freitag. Das Pressegespräch im Anschluss vermittelte eines: die Aufbruchsstimmung aller Mitglieder, die eine große Chance nutzen möchten.

„Es ist nicht unbedingt alles eitel Wonne“

Man hat den Eindruck, dass ein wenig Schwung in den Bewerbungsprozess gekommen ist. Das könnte daran liegen, dass überregionale Player die Zügel in die Hand genommen haben.

Hannes Weitschacher, Geschäftsführer der Weinviertel Tourismus GmbH, möchte auf der langjährigen Beziehung von Retz und Znaim aufbauen. Als Herausforderung benennt er die Sprachbarriere und die verschiedenen Normen.

„Es ist nicht unbedingt alles eitel Wonne“, gibt Weitschacher zu. „Und das ist das Schöne: Daran kann man arbeiten“, ist er überzeugt.

„Ich sehe es als große Auszeichnung und Chance,
wenn man die Scheinwerfer auf die Region ausrichtet.“
Hannes Weitschacher, Weinviertel Tourismus

Bezirkshauptmann Stefan Grusch will für ein maßgeschneidertes Konzept so viele Bürger wie möglich beteiligen. Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Himmelbauer verwies auf die Arbeitsgruppen: Sie sollen „den Weg in die Gemeinden“ und zu den Bürgern finden. Die konkreten Inhalte sollen im Laufe von eineinhalb Jahren entwickelt werden. Dem Land NÖ soll regelmäßig Bericht erstattet werden.

Als Ausstellungsareal fasst man den Schüttkasten, das spätere Kino, ins Auge. Das Land benötigt jedenfalls bis zu 1.500 Quadratmeter. Das soll mit einem Zubau kompensiert werden, so Weitschacher. „Aber da bitte ich um mehr Geduld.“

Ein wenig Geduld braucht auch der Verein: Znaim muss erst den Gemeinderatsbeschluss fällen. Die nächste Sitzung soll in einem Monat sein. Bei einem von Jan Sechter, tschechischer Botschafter in Wien, organisierten Treffen versicherte Znaims Vizebürgermeister: Man will im Verein mitarbeiten und eine eigene Steuerungsgruppe bilden.

Bürgermeister Manfred Marihart (Pulkau) abschließend: „Ich glaube, wenn die Landesausstellung nicht bei uns sein sollte, dann haben wir trotzdem ganz viel profitiert“, sagt er. „Denn die Zusammenarbeit ist die wahre Nachhaltigkeit.“


2021-Details

Mitgliedsbeiträge bilden die finanzielle Grundlage. Der Vereinsvorstand arbeitet ehrenamtlich.

Jugendliche: 2,21 Euro

Familien: 20,21 Euro

Fördernde Mitglieder: 200,21 Euro

Große Mitglieder: 2.000,21 Euro

Die sechs Arbeitsgruppen sind thematisch aufgeteilt: Verein, Wirtschaft, Bildung, Tourismus, Kunst/Kultur, grenzüberschreitende Zusammenarbeit.