Göllersdorf

Erstellt am 10. Juli 2016, 06:11

von Sandra Frank

Buswartehäuschen: Schutz vor Witterung. Die Opposition arbeitet ein Konzept aus, danach schafft die Gemeinde Unterstellmöglichkeiten in den Ortschaften an.

An der Göllersdorfer Haltestelle in der Hollabrunnerstraße steht bereits ein Wartehäuschen, das als Modell für die künftigen in den Katastralgemeinden dienen soll. Die SPÖ-Mandatare Michael Raab, Brigitta Pfeiffer, Herbert Poisinger, Stefan Hinterberger und Isabella Raberger (v.l.) testeten vorab die Funktionstüchtigkeit. Foto: SPÖ  |  SPÖ

Alle Katastralgemeinden, die noch kein Buswartehäuschen haben, sollen in den nächsten zwei Jahren mit einem ausgestattet werden. Diesen Grundsatzbeschluss fassten die Göllersdorfer Mandatare in ihrer jüngsten Gemeinderatssitzung.

„Es braucht eine Unterstellmöglichkeit“

Um diesen Antrag einbringen zu können, taten sich die Sozialdemokraten mit den Grünen und Freiheitlichen zusammen. SP-Gemeinderat Stefan Hinterberger wies darauf hin, dass in Furth ein Wartehäuschen „dringend notwendig“ sei, da in dieser Katastralgemeinde die meisten Kinder zwischen sechs und 18 Jahren leben.

„Es braucht eine Unterstellmöglichkeit, damit die Kinder, aber auch die älteren Bewohner, vor Wind und Wetter geschützt sind.“ Pro Katastralgemeinde soll es mindestens ein Buswartehäuschen geben. In Furth schlägt der Sozialdemokrat die Haltestelle im Ortszentrum vor.

Ernst Suttner (FPÖ) spricht von einer guten Sache, gibt aber zu bedenken, dass es „mehrere Hotspots“ in der Marktgemeinde gibt. Wie etwa die zweite Haltestelle in Furth, die direkt an der Freilandstraße liegt.

Opposition: „Habe schon Angebote eingeholt“

Bürgermeister Josef Reinwein (ÖVP) sprach sich grundsätzlich für die Idee aus, aber: „Ich erwarte mir ein Konzept.“ Wenn die Opposition dieses vorlegt, werde das Buswartehäuschen in Furth und in den restlichen Katastralgemeinden errichtet. „Das ist dann sicher kein Problem“, versicherte das Gemeindeoberhaupt. Auch dem Ankauf von Fahrradständern für jene beiden Bushaltestellen, die am meisten frequentiert werden, stimmte der Gemeinderat, vorbehaltlich eines Konzepts, zu.

Die Opposition war nicht unvorbereitet: „Ich habe schon Angebote eingeholt“, sprach Hinterberger bereits mit jenem Unternehmen, das schon das Buswartehäuschen in Göllersdorf an der Hollabrunnerstraße errichtet hatte.

Die Mandatare erklärten sich auch bereit, in jenen Orten, wo das Aufstellen eines Wartehäuschens aus Sichtgründen problematisch sei, gemeinsam mit dem Ortsvorsteher nach einem anderen Standort zu suchen und mit den Verantwortlichen zu sprechen, wenn die Haltestelle verlegt werden müsse.