Erstellt am 06. Oktober 2015, 10:38

von Karin Widhalm

Gartenprojekte: Schule nützt die Natur. Kinder pflanzen Beerensträucher oder ernten Paprika und Fisolen. Dafür kamen sie sogar in den Ferien in die Volksschule.

 |  NOEN, Karin Widhalm

Direktorin Sonja Ziegler schnappt sich eine Plastikschüssel: Sie geht vor Unterrichtsbeginn mit der ersten und zweiten Klasse zu den Hochbeeten im Freien, schneidet Schnittlauch ab oder pflückt den letzten Paprika.

Das kommt als Jause frisch auf den Tisch. Die Volksschule in der Nationalparkgemeinde Hardegg möchte, dass die Schüler viel über die Natur erfahren.

Der Garten wird deshalb regelmäßig genutzt – und laufend erweitert. Zum Beispiel werden demnächst Sitzgelegenheiten geschaffen. Landschaftsgärtner Ralf Dopheide und das Lehrerteam haben zuletzt mit den Schülern neun (vorwiegend Beeren-)Sträucher gesetzt. Die Aktion zählt zum Projekt „Mikroschutzklima“, das gerade an der Schule läuft.

Die Kinder erkennen dadurch, wie ein grünes Stück Land die Lebensqualität erhöhen kann. Sie erfahren, wie der Boden genutzt werden kann und was für eine Pflanzung wichtig ist. „Sie sind ganz neugierig, was mit den Samen passieren wird“, lächelt Ziegler. Und die Schüler werden an einem Forschungstag auch Versuche tätigen dürfen.

Der Garten nimmt auch außerhalb des Unterrichts einen wesentlichen Stellenwert für die Kinder ein. Sie fanden es vor dem Sommer schade, dass sie lange nichts ernten konnten. Ziegler hat sie deshalb mehrmals eingeladen, auf freiwilliger Basis in den Ferien in die Schule zu kommen. Erdäpfel, Paradeiser, Fisolen oder Karotten wurden zusammengetragen, sofort verarbeitet und verspeist. Und das machte viel Freude.