Göllersdorf

Erstellt am 09. August 2016, 11:31

von NÖN Redaktion

FF-Jugend zeigte, was sie kann. Für einen Tag war die Feuerwehrjugend rund um die Uhr einsatzbereit.

Nur eine Stunde nachdem die Göllersdorfer Feuerwehrjugendgruppe ihr Quartier im Lehrsaal des FF-Hauses bezogen hatte, wurde sie zu ihrem ersten Einsatz gerufen. Denn die Kids durften 24 Stunden lang erleben, wie es ist, ein aktives Feuerwehrmitglied zu sein.

„Nach dem ersten Einsatz hatten sie einen Riesenhunger“

Ein Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen war das erste Szenario, das sich den Kindern bot. Der Einsatzleiter hatte die Aufgabe, die Lage zu erkunden: Zwei Pkw waren betroffen. Eine bewusstlose Person und ein Baby im Kindersitz mussten gerettet werden. Die FJ machte ihre Sache gut, alle Personen wurden professionell geborgen.

„Nach diesem ersten Einsatz hatten die Kinder einen Riesenhunger“, lacht Betreuer Wolfgang Heindl. Nach dem Mittagessen stand der Spaß im Vordergrund: Beim Kicken konnten sich die Kids austoben und im Pool abkühlen. Bis zum nächsten Alarm: Zwei Personen, Mutter und Kind, wurden vermisst. Die jungen Feuerwehrmitglieder wurden in Suchtrupps eingeteilt. Rasch waren die Kids erfolgreich, sie fanden zuerst das Kind, danach die Mutter, die eine Böschung hinabgestürzt war und geborgen werden musste.

Benjamin Pupik bekam das höchste Leistungsabzeichen

Nach diesem Einsatz ging’s in die Korneuburger Werft, wo die Truppe mit dem A-Boot der FF Langenzersdorf eine Runde auf der Donau drehen durfte. Auch das Fahren mit der Zille wurde in der Werft geübt. Einen besonderen Moment erlebte Benjamin Pupik: Er erhielt das höchste Leistungsabzeichen der Feuerwehrjugend, das Feuerwehrjugendleistungsabzeichen in Gold.

Einen Fahrzeugbrand mussten die angehenden Feuerwehrmänner und -frauen als Nächstes bewältigen. Der Vollbrand konnte durch den Einsatz des Schaumrohres rasch gelöscht werden. Feurig ging’s nach den Reinigungsarbeiten, die ebenfalls zum Feuerwehrleben gehören, weiter: Am Lagerfeuer grillte sich die Truppe ihr Abendessen.

„Der 24-Stunden-Einsatztag hat den Kindern sichtlich Spaß gemacht“, verkündet Heindl. Der Göllersdorfer FF ist es wichtig, sich bei jenen Menschen zu bedanken, die sie bei den Übungen unterstützt haben: „Sie haben alle auf Privatgrund stattgefunden. Natürlich war das Gelände abgesperrt und abgesichert.“