Göllersdorf

Erstellt am 05. April 2017, 14:59

von Sandra Frank

Fix: Rathaus wird neu gebaut. 2018 soll das Großprojekt am Göllersdorfer Hauptplatz beginnen: Das Rathaus wird abgerissen, durch einen Neubau ersetzt und zusätzlich werden Wohnungen gebaut.

Göllersdorfs Bürgermeister Josef Reinwein (l.) und Landtagsabgeordneter Richard Hogl präsentieren den Plan für das neue Gemeindeamt und einem Wohnkomplex mit mindestens 20 Wohnung. Foto: Sandra Frank  |  Sandra Frank

„Das Gemeindeamt ist in die Jahre gekommen und nicht barrierefrei. Eine Sanierung ist für uns als Gemeinde nicht leistbar“, kündigt Bürgermeister Josef Reinwein (ÖVP) ein bedeutendes Projekt für Göllersdorf an: Ein neues Amtshaus wird gebaut. `

1,2 Millionen Euro Kosten für Neubau

Die Kostenschätzungen für einen Umbau liegen zwischen 1,8 und 2 Millionen Euro. Ein kompletter Neubau – samt Abbruch des bestehenden Gebäudes – wird 1,2 Millionen Euro kosten. 400.000 Euro davon schießt das Land NÖ zu.

„Das hat unsere künftige Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bereits zugesagt“, berichtet Landtagsabgeordneter Richard Hogl. Er betont, dass ein neues Amtsgebäude eine wichtige Errungenschaft für Göllersdorf sei.

Denn die Marktgemeinde sei eine „mit sehr viel Zukunft“. Göllersdorf sei eine Zuzuggemeinde, die mittlerweile die 3.000-Einwohner-Marke geknackt hat. „Knapp, aber wir haben‘s geschafft“, ergänzt Reinwein.

Für ihn war es sehr wichtig, dass das Gemeindeamt im Zentrum von Göllersdorf erhalten bleibt. Selbiges gilt für den Göllersdorfer Polizeiposten, der ebenfalls im Amtsgebäude untergebracht ist. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern: „Die Polizei bleibt bei uns, ohne Wenn und Aber“, stellt das Gemeindeoberhaupt klar.

Göllersdorfs Bürgermeister Josef Reinwein (l.) und Landtagsabgeordneter Richard Hogl präsentieren den Plan für das neue Gemeindeamt und einem Wohnkomplex mit mindestens 20 Wohnung. Foto: Sandra Frank  |  Sandra Frank

Die Polizei bleibe auch während der Bauzeit, die etwa zwei Jahre betragen wird, am Standort am Hauptplatz erhalten. Das machen zwei Bauphasen möglich. Denn mit einem neuen Amtshaus werden – im hinteren Teil des etwa 2.400 Quadratmeter großen Areals – Wohnungen errichtet. „Zumindest 20“, berichtet der Bürgermeister.

Gemeinde wird Ausweichquartier suchen

Während die Polizei am Hauptplatz bleiben wird, wird sich die Gemeinde ein Ausweichquartier suchen. „Wir bauen das neue Amtsgebäude in die entstehende Lücke “, berichtet Reinwein.

Der Verwaltungsbereich wird ebenerdig sein, es wird einen Multifunktions-Saal geben, der für Veranstaltungen, aber auch für die Gemeinderatssitzungen genutzt werden wird. Der Torbogen neben dem Gemeindeamt bleibt trotz Neubaus erhalten. „Er ist wichtig für die Identität von Göllersdorf und ist außerdem denkmalgeschützt“, erklärt der Gemeindechef.

2017 will Reinwein mit dem Projekt noch in den Gemeinderat gehen und die nötigen Beschlüsse im Gemeinderat einholen. 2018 soll mit dem Großprojekt begonnen werden.