Göllersdorf

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:00

von Sandra Frank

Buswartehäuschen: "Konzept stell’ ich mir anders vor!“. Das geplante Bushäuschen für Furth muss warten. Der Gemeindevorstand will die Planung neu ausarbeiten.

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Ein Buswartehäuschen in allen Katastralgemeinden, das wollten die Göllersdorfer Sozialdemokraten umsetzen. Den entsprechenden Antrag brachten sie mit der Unterstützung der Freiheitlichen ein. Der Gemeinderat stimmte für dieses Vorhaben. Allerdings sollte die SPÖ ein Konzept, zunächst für das erste geplante Wartehäuschen in Furth, vorlegen. Das ist rasch geschehen (die NÖN berichtete).

Doch: „Bei der Vorstandssitzung sind einige Fragen aufgetaucht“, informierte Bürgermeister Josef Reinwein (ÖVP), dem anzuhören war, dass er alles andere als begeistert war. „Unter einem Konzept stelle ich mir etwas anderes vor“, so das Gemeindeoberhaupt. Es sei weder mit den Verantwortlichen des Postbusses, noch mit dem Ortsvorsteher gesprochen worden, warf er der SPÖ vor. Außerdem müsse, laut Vorschlag der SPÖ, eine neue Anschlagtafel von den Gemeindearbeitern versetzt werden. Eine Tatsache, die Reinwein sichtlich missfiel. Das größte Manko: „Der Bus darf nicht in einer Kreuzung stehen bleiben“, klärte der Bürgermeister auf.

Diese Dinge seien bei einem Lokalaugenschein bereits geklärt worden, wundert sich SP-Mandatar Herbert Poisinger über die Feindseligkeit in der Sitzung. „Ihr habt gesagt, das funktioniert ...“ Dass der Bus nicht in der Kreuzung anhalten könne, um Kinder ein- und aussteigen zu lassen, sei klar.

Feuer frei: Verbale Attacken gegen SPÖ

Doch die Mandatare der ÖVP ließen nicht locker und eröffneten das – verbale – Feuer auf die Sozialdemokraten. Ihnen wurde vorgeworfen, nicht mit den Anrainern gesprochen zu haben und auch, dass bereits medial verkündet wurde, dass das Konzept stehe, obwohl dies gar nicht stimme. Eine überparteiliche Zusammenarbeit, „die ihr ständig fordert“, sehe laut ÖVP anders aus.

„Wir müssen zu einem Ziel kommen. Fühlt ihr euch außerstande, ein Konzept vorzulegen? Soll ich das übernehmen?“, schlug Reinwein schließlich vor. „Nein!“, war es SP-Vorsitzender Stefan Hinterberger, der klarstellte, dass die SPÖ die Fehler im Konzept beseitigen könne und auch, dass sehr wohl mit den Verantwortlichen gesprochen wurde.

„Wir können’s auch fallen lassen und die Kinder im Regen stehen lassen“, ärgerte sich Isabella Raberger (SPÖ) über die aggressive Art, mit der die ÖVP argumentierte. „Beschließen wir einfach, dass das Konzept neu ausgearbeitet wird“, versuchte Michael Deninger (Die Grünen) die aufgeheizte Stimmung zu beruhigen.

Dass im Gemeindevorstand, zusammen mit FP-Mandatar Josef Brandl, ein neues Konzept erarbeitet werde, dem stimmten alle Gemeinderäte zu.