Göllersdorf

Erstellt am 27. Juli 2016, 03:02

von Sandra Frank und Franz Enzmann

SPÖ-Sorgen: „Polizeiposten muss bleiben“. In Rundschreiben der Sozialdemokraten wird befürchtet, dass ein Neubau des Gemeindeamtes den Verlust der Polizei zur Folge hat. VP stellt klar, dass Posten bleiben soll.

Polizei und Gemeindeamt unter einem Dach, das soll auch so bleiben, wenn das Gemeindeamt neu errichtet wird. Foto: NÖN  |  NOEN

Dass die Gemeinde Göllersdorf ein neues Amtshaus errichten möchte, ist zwar kein Geheimnis, in trockenen Tüchern ist dieses Projekt aber noch nicht, wie aus einer Aussendung der Göllersdorfer Sozialdemokraten hervorgeht. „Konkrete Pläne bezüglich eines Rathausneubaus wurden dem Gemeinderat bis dato nicht vorgelegt“, ist dort zu lesen.

„Baukostenzuschuss wird von Polizei nicht geleistet“

Eine Frage, welche die Sozialdemokraten im Zusammenhang mit einem Neubau des Gemeindeamtes beschäftigt, ist vor allem die Zukunft des Polizeipostens. Denn dieser befindet sich ebenfalls im Amtsgebäude am Hauptplatz. „Es gibt von dieser Seite keine finanziellen Mittel“, heißt es im Bürgermeisterbrief, dass sich die Landespolizeidirektion an den Kosten eines Neubaus nicht beteiligen werde. Die Gemeinde Göllersdorf müsse dieses Vorhaben allein stemmen.

„Ein Baukostenzuschuss wird vonseiten der Polizei grundsätzlich nicht geleistet“, bestätigt Polizeisprecher Markus Haindl. Gespräche zwischen der Gemeinde und der Landespolizei gebe es bezüglich des Neubaus schon seit längerer Zeit.

Die Roten machen sich deswegen Sorgen, ob mit einem Neubau des Gemeindeamtes auch die Polizeidienststelle in Göllersdorf erhalten bleiben würde. Obwohl im Brief von VP-Bürgermeister Josef Reinwein klargestellt wird, dass die Gemeinde den Polizeiposten auf jeden Fall erhalten will.

Dieses Ziel verfolgen auch die Sozialdemokraten: „Einem Rathausneubau, der eine Schließung unseres Polizeipostens zur Folge hat, stimmen wir, die Gemeinderäte der SPÖ Göllersdorf, auf keinen Fall zu“, wird versichert. Denn: „Die Sicherheit unserer Gemeindebürger hat Vorrang!“