Grabern

Erstellt am 18. Mai 2017, 05:27

von Sandra Frank

Musikfest wird größer: „Keine der Bands war im Radio“. 55 von 100 Bands haben bereits zugesagt! Auf mehreren Bühnen in der Gemeinde gibt’s nicht nur unterschiedliche Musik, die Gäste lernen auch, selbst zu musizieren.

„The Bottles“ gehören zu den Wiederholungstätern: Nach dem Auftakt 2016 sind sie bei der zweiten Runde des Musikfests Grabern wieder mit von der Partie.  |  zVg

„Ich hab‘ jetzt schon eine Zusage von 55 Bands!“ Barbara Sturmlechner, Eventmanagerin des Graberner Musikfests, ist hörbar erfreut. Immerhin sind es noch vier Monate bis zum Musikfest am 23. und 24. September in Grabern.

„Festivals mit großen Headlinern gibt es schon genug“

Hieß es im vergangenen Jahr noch: fünf Orte – 20 Bühnen – 100 Bands, heißt es heuer: Mehr Bühnen, mehr Bands, mehr Neues. Das steht jetzt schon fest. Denn alle Bühnenstandorte, die es 2016 gab, gibt es heuer wieder. „Und zusätzlich ein paar neue“, erzählt die Eventmanagerin. „Der Fokus liegt 2017 noch stärker als im vergangenen Jahr auf Neuem und Ungehörtem.“

Darum streckten die Organisatoren ihre Fühler bei der Band-Suche noch weiter aus: Es werden wieder viele lokale Künstler das Programm gestalten, aber: „Ein großer Anteil kommt aus Wien, Oberösterreich, der Steiermark, sogar aus Tirol, Deutschland und Italien.

„Nichts davon hat man jemals im Radio gehört“, berichtet Sturmlechner, was den Organisatoren wichtig ist. Warum? „Festivals mit großen Headlinern gibt es schon genug“, erklärt sie. Denn das Musikfest Grabern verfolgt ein anderes Ziel: Jedem Besucher soll etwas Neues präsentiert werden, und das bei freiem Eintritt. „Das gibt’s nur in Grabern“, freut sich Sturmlechner.

Musikfest Grabern wird auch zum „Lernfest“

Im September werden die Besucher in Grabern nicht nur die Möglichkeit haben, noch unbekannte Musik zu hören, sie können auch selbst Musik machen. Gstanzl-Dichten, Trommelworkshop, Kinder-Mitmachkonzert – jeder kann Teil des Programms werden. Um den Lernaspekt zu vertiefen, wird es am Musikfest-Wochenende Kellergassen- und Kirchenführungen in Schöngrabern geben. Außerdem gibt’s Einblicke in Künstlerateliers oder auch in Lamahaltung. „So funktioniert lebenslanges Lernen im Sinne der Leader Region Weinviertel-Manhartsberg“, konnte die Leader-Region heuer ebenfalls ins Boot geholt werden.

Die Organisatoren sind überzeugt: Wie auch im vergangenen Jahr, in dem das Musikfest als Pilotprojekt startete, wird’s in Grabern musikalisch rund gehen. Denn bei all den Neuerungen bleibt eines auf jeden Fall gleich: Das musikalische Programm bleibt vielfältig und bunt. Junge österreichische Musiker sollen sich und ihre Projekte präsentieren können. Dabei reicht das musikalische Angebot von Rock und Pop über Jazz und Funk, über Chor und Klassik bis hin zu Schlager, Volks- und Blasmusik.

Damit die Besucher auf das Auto verzichten können, fährt wieder ein Shuttlebus die verschiedenen Locations ab, wo natürlich für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt ist. Graberner Vereine, Winzer und Gastronomen sind an diesen Tagen natürlich im Einsatz.