Hadres

Erstellt am 24. August 2016, 04:13

von Franz Enzmann

Richter-Rücktritt: „Ich will nicht mehr“. ÖVP-Gemeinderat Franz Richter legt alle politischen Ämter nieder. Er gibt auch „Auffassungsunterschiede“ als Grund an.

Der langjährige Kapellmeister Franz Richter ist und bleibt leidenschaftlicher Dirigent. Das politische Zepter gibt er an Unternehmer Wolfgang Alexowsky weiter. Foto: Enzmann  |  Enzmann

Der beliebte Musiker und bisherige VP-Politiker Franz Richter verlässt das Ortsparlament: „Mein berufliches Aufgabengebiet hat sich verändert und es gab Auffassungsunterschiede, daher habe ich mich entschieden, die politische Bühne zu verlassen. Aber nicht im Groll, sondern in Abstimmung mit meiner VP-Fraktion.“

Der 43-jährige Telekom-Beamte war von 2010 bis zum heurigen Juli im Gemeinderat. Er arbeitete im Schulausschuss für die Neue Mittelschule und im Prüfungsausschuss mit. Zuletzt war er ÖVP-Ortsobmannstellvertreter in Untermarkersdorf. Auch diese Funktion hat Franz Richter zurückgelegt. Im Gesangs- und Musikverein Untermarkersdorf wird der Vollblutmusiker weiterhin aktiv als Kapellmeister und Stabführer mitwirken.

„Diese Funktionen übe ich seit 2006 mit großer Freude aus“, erzählt er (siehe unten). Bei der nächsten Gemeinderatssitzung wird der Unternehmer Wolfgang Alexowsky (53) als neuer Mandatar angelobt. Er kommt aus dem Wirtschaftsbund: „Die Zusammenarbeit ist mir sehr wichtig.“

Warum haben Sie ... ... ihr Mandat als Gemeinderat zurückgelegt?

Franz Richter, VP-Ex-Gemeinderat und Musiker aus Untermarkersdorf. Foto: Enzmann  |  Enzmann, Enzmann

NÖN: Was veranlasst Sie, ein gutes Jahr nach der Wahl das Ortsparlament zu verlassen?
Franz Richter: Ich gehe aus zeitlichen und beruflichen Gründen, da sich meine Tätigkeit bei der Telekom verändert hat.

Bleiben Sie wenigstens dem Gesangs- und Musikverein als Kapellmeister erhalten?
Ja, auf jeden Fall. Meine große Liebe ist die Musik und der bleibe ich treu.

Wie war die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und den anderen Mitgliedern der ÖVP-Fraktion?
(nachdenklich): An und für sich gut, wenn auch nicht immer spannungsfrei. Aber kontroversielle Ansichten beleben ja die Demokratie.

Wie ist Ihr Verhältnis zum Untermarkersdorfer Ortsvorsteher und ÖVP-Obmann?
Meinen Freund Andreas Kornherr werde ich weiter tatkräftig unterstützen.