Retz

Erstellt am 13. April 2017, 04:39

von Karin Widhalm

Halle: Studien in Auftrag gegeben. Beschlossen Stadt überprüft, welches Potenzial im Schüttkasten steckt und wie der Boden am NMS-Gelände geologisch aufgebaut ist.

Bürgermeister Helmut Koch (ÖVP) will die Vorbereitungen vorantreiben.  |  NOEN, ÖVP

Die Stadt hat das Gelände der Mittelschulgemeinde ins Auge gefasst, um eine Mehrzweckhalle zu bauen. Studien sollen jetzt klären, inwiefern der Standort genutzt werden kann.

Das Gebäude soll grundsätzlich als Turnsaal und Veranstaltungsraum dienen – und in Verbindung mit dem bestehenden Schüttkasten (Altes Vereinshauskino) als Ausstellungsfläche für die Landesausstellung im Jahre 2021. Retz bewirbt sich mit Znaim dafür.

Die Analyse soll die Nutzungsmöglichkeiten des denkmalgeschützten Schüttkastens offenbaren; auch, ob das Haus als Kunstschule genutzt werden könnte. Musikschuldirektor Gerhard Forman arbeitet gerade daran, eine Ausbildungsstätte für kreative Talente in die Stadt zu bringen.

8.800 Euro für das Konzept

„Energy Changes“ verlangt 8.800 Euro fürs Konzept. 6.000 Euro werden gefördert. Das rechnete Gemeinderat Helmut Bergmann (VP) vor. Er will auch ein geologisches Gutachten für den Boden, auf dem die Halle stehen soll, erstellen lassen.

Gemeinderat Karl Breitenfelder („Wir für Retz“) hält Analysen zwar für gut, würde sich aber mehr Zeit lassen, um „den grundsätzlichen Bedarf zu überlegen“. Es solle vor den Studien geklärt werden, „welche Möglichkeiten wir haben“. Er wirft die Frage auf, ob wirklich alle Ziele in einer Halle zusammengefasst werden müssten.

„Ich bin zum Teil ein bisschen bei euch“, sagte Laura Filipsky (Die Grünen). „Aber das eine ist schon von dem anderen abhängig: Wir wollen wissen, welches Potenzial im Schüttkasten steckt.“ Die Zeit dränge, ergänzte VP-Bürgermeister Helmut Koch. Die Landesausstellung werde 2018 vergeben.

Breitenfelder will Plan B im Ärmel

„Wir wollen das nicht verzögern“, versicherte Breitenfelder. Ihm würde aber ein Plan B gefallen, falls Retz die Landesausstellung nicht ausrichten darf. Das geologische Gutachten müsste anders angesetzt werden, wenn auf dem Gelände ein Kindergarten oder eine Kunstschule entstehen würde.

„Wir wollen nur wissen, was wir dort bauen können – ob groß oder klein“, klärte Stadtrat Roman Langer (VP) auf. Alle Türen würden offenbleiben.

„Wir für Retz“ stimmte gegen den Beschluss, alle anderen Gemeinderäte dafür.