Erstellt am 14. Januar 2016, 04:58

von Christoph Reiterer

Hallenbad-Ende: „Großes Minus für die Gesundheit“. Sportlehrerin will Plattform unterstützen. NÖN-Community mehrheitlich gegen Bad.

Endstation. Nur 34 Prozent der NÖN-Community meinten, dass der Bezirk ein Hallenbad braucht.  |  NOEN, NÖN
In der NÖN-Community waren die Wasserratten recht deutlich in der Unterzahl. Auf die in der Vorwoche gestellte Frage, ob der Bezirk ein eigenes Hallenbad braucht, entfielen zwei Drittel (66 %) der Stimmen auf Nein.



Entsetzt über die Schließung zeigt sich hingegen die Ravelsbacher Sportlehrerin Hanna Ries. Sie will die von Nikolaus Korab ins Leben gerufene Plattform zur Erhaltung des Hallenbades unterstützen.

„Es ist eine Verantwortung für die Kinder da“

Seit 36 Jahren ist Ries als Sportlehrerin aktiv und hat in dieser Zeit erlebt, wie unzählige Kinder hier das Schwimmen gelernt haben.

„Das lernt man fürs Leben. Doch es zählt nur das Geld, die Gesundheit zählt nichts“, kann sie nicht verstehen, dass es hier seitens der Politik keine größeren Anstrengungen gab. Eltern hätten sich bei ihr gemeldet und betont, wie schade sie die Schließung des Bades finden. „Die Eltern wären sogar bereit, zusätzlich dafür zu zahlen“, weiß Ries.

„Es sollte zumindest zu einer Diskussion kommen, in der auch jene eine Stimme haben, die das Bad jahrzehntelang positiv genutzt haben“, meint die Sportlehrerin. Auch einen anderen Standort, etwa in Hollabrunn, würde sie gut finden. Ein Bezirk ohne Hallenbad sei einfach ein großes Minus für den gesundheitlichen Aspekt in der Region. „Es ist eine Verantwortung für die Kinder da.“

VP-Bezirkschef Richard Hogl hat bislang noch keine Reaktionen auf die Schließung erhalten. Er habe sich demzufolge auch noch nicht damit befasst. Eines sei aber klar, so der Landtagsabgeordnete: „Ein Hallenbad zu erhalten, ist äußerst schwierig und kostenintensiv.

NÖN.at hatte zum Thema berichtet: