Hardegg

Erstellt am 20. April 2017, 01:23

von NÖN Redaktion

Übergangslösung: Übl ist Chef im Thayatal. Christian Übl aus Retz übernimmt interimistisch die Geschäftsführung der Nationalpark-Verwaltung. Ludwig Schleritzko wechselt in die Landesregierung.

Christian Übl (r.) kennt den Nationalpark äußerst gut, ist er doch seit seiner Gründung in der Verwaltung tätig. Er folgt interimistisch Ludwig Schleritzko nach.Astrid Bartl  |  NP Thayatal/ Astrid Bartl

Ludwig Schleritzko trat vor knapp dreieinhalb Jahren seine Stelle als Direktor im Nationalpark Thayatal an und wechselte nun mit 19. April in die NÖ Landesregierung. In einer Generalversammlung wurde Mitarbeiter Christian Übl zum interimistischen Leiter ernannt.

Schleritzko war damals mit 34 der jüngste Nationalpark-Direktor Österreichs und beschreibt seine Zeit in der Region um Hardegg als „unheimlich spannend und interessant“. „Ich durfte in einem der schönsten Naturräume Österreichs arbeiten und zahlreiche Ideen gemeinsam mit einem tollen Team umsetzen.“ Auf die Akzente, die er setzen konnte, ist Schleritzko stolz.

Bauarbeiten beginnen im Sommer

Der 38-Jährige traf sich regelmäßig mit seinem Amtskollegen Tomás Rothröckl aus dem benachbarten Národní park Podyjí. Das sehr gute Verhältnis hatte gemeinsame Veranstaltungen wie etwa „25 Jahre Grenzöffnung“ auf der Thayabrücke sowie Kooperationen im Naturraum-Management und in der Forschung zur Folge.

Unter Schleritzkos Ägide ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Für die Errichtung einer Schüler- und Jugendunterkunft sind die wichtigsten Vorbereitungen abgeschlossen. Im Sommer beginnen die Bauarbeiten.

Die Mitarbeiter und Weggefährten bescheinigen ihrem scheidenden Chef große Kompetenz und persönliches Engagement bei der Umsetzung seiner Aufgaben. Er wird als einer beschrieben, der auf Menschen offen zugehen konnte. Die gute Gesprächsbasis mit Leuten aus dem und rund um das Schutzgebiet habe eine Öffnung des Nationalparkhauses bewirkt. Der Horner wird künftig als Landesrat für die Finanzen zuständig sein. Christian Übl übernimmt vorübergehend die Geschäftsführung. Der Posten wird neu ausgeschrieben.

Wildkatze wurde zum Wahrzeichen

Der 46-jährige Biologe aus Retz ist seit der Gründung des Nationalparks Thayatal in der Verwaltung tätig. Er war bisher für die Besucherangebote, den Naturraum und die Forschung verantwortlich und hat mehrere, teils internationale Projekte geleitet. Mit der Wiederentdeckung der Wildkatze und einem darauf aufbauenden Programm für Interessierte hat er das Tier zum Wahrzeichen des Nationalparks gemacht.

Schleritzko begrüßt die Entscheidung: „Christian Übl kennt den Nationalpark Thayatal wie kaum ein anderer. Ich bin mir sicher, dass der von mir eingeschlagene Weg im besten Sinne weitergeführt wird!“