Erstellt am 22. Juni 2016, 12:40

von Sandra Frank

„Hasenstall“ eröffnet mit Schulbeginn. Das Angebot der Kinderbetreuung wird erweitert: Null- bis Sechsjährige werden in der Hollabrunner Pfarrgasse betreut.

In der Pfarrgasse 7 ist ab September wieder etwas los: Mit Schulbeginn eröffnet ein Montessori-Kindergarten, in dem 15 Kinder betreut werden können. Foto: Frank  |  NOEN, Frank
Das ehemalige Caritas-Café stand schon eine Weile leer. Doch wer aufmerksam durch die Pfarrgasse ging, dem fiel auf: Es tut sich etwas. „Wir bekommen einen Montessori-Kindergarten“, verrät nun SPÖ-Mandatarin Elke Sklenar.

Dieser soll mit Schulbeginn, am 5. September, eröffnet werden. „Es ist zwar klein, aber sehr nett eingerichtet. Es ist wirklich sehr schön“, erzählt die Gemeinderätin, die sich das Gebäude am vergangenen Freitag anschaute. Im Zuge der langen Einkaufsnacht war nämlich zum Tag der offenen Tür geladen worden.

Platz für 15 Kinder

In dem Kindergarten in der Pfarrgasse – an der Eingangstür schon durch das Schild „Hasenstall“ zu erkennen – ist Platz für 15 Kinder, betreut werden Kids von null bis sechs Jahren. Vier Anmeldungen gebe es bereits, so Sklenar.

„Es ist nicht geheim, der Bürgermeister will den Kindergarten aber nicht unterstützen, weil er nicht gemeinnützig ist“, will die Sozialdemokratin wissen. Deswegen habe die Neuigkeit und die Einladung zum Tag der offenen Tür auch noch nicht die Runde gemacht

„Wir Sozialdemokraten freuen uns sehr, dass Hollabrunn eine solche Einrichtung bekommt. Denn für Null- bis Zweieinhalbjährige gibt es bisher eh nichts“, so die Gemeinderätin über die Bereicherung des Kinderbetreuungsangebots.

Vor allem, weil die monatlichen Kosten günstiger seien als im Studentenheim. Sklenar spricht von 360 Euro pro Monat. „Ganztags und mit Mittagessen.“ Dieses werde übrigens gemeinsam zubereitet.

Daniela Lichtenecker (Liste Scharinger) begutachtete den Kindergarten ebenfalls: „Grundsätzlich find’ ich die Idee sehr gut, schade, dass die Gemeinde sie nicht unterstützt.“

Die Räumlichkeiten beschreibt die Mutter von drei Kindern als „nicht besonders“. Aber: Es sei das Beste daraus gemacht worden. Und der Preis für die Kinderbetreuung? „Der ist, glaub’ ich, sehr elternfreundlich.“