Haugsdorf

Erstellt am 23. August 2016, 12:03

von Karin Widhalm

Kunst & Wein auf sich wirken lassen. Über beide Kulturgüter kann in der Kellergasse Haugsdorf bestens sinniert werden.

Kunstinteressierte, Weinliebhaber und Gesellige sind beim 23. Kunst & Wein am Wochenende in der Trift auf ihre Kosten gekommen. So philosophierte Erich Pello mit Anton Schöfmann über den individuellen Geschmack.

Künstler verwandelten Keller in Galerien

„Unsere Wahrnehmung ist reichhaltiger als unser Sprachvermögen“, ist der Autor überzeugt. „Wie wichtig ist es, den Wein zerlegen zu müssen“, führt Winzer Schöfmann den Gedanken weiter. Das lasse sich gut auf Kunst & Wein umlegen. Jeder kann sich zwanglos auf die Kulturgüter einlassen, darüber reden und nachdenken – oder einfach auf sich wirken lassen.

Künstler verwandelten Keller wieder in Galerien: Doris Libiseller löst die Keramik aus ihrer Erstarrung, während bei Barbara Michl-Karácsonyi klassische Keramik-Kunst zu sehen war. Stefan Toifl mischt Fotografie mit Zeichnung und Acrylmalerei und lässt das Weinviertel auf sich wirken. Florian Schaumberger, der die Großplastik „Euro 2000“ für die Österreichische Nationalbank schuf, war mit „Fratres“ vertreten.

Ein Presshaus war für Autoren wie Roman Klementovic, Doris Knecht, Günther Pfeifer und Edith Kneifl reserviert und stets gefüllt – auch, als Volksschüler „Das kleine Ich bin Ich“ vorführten. Herbert Gantner zeigte seinen Kurzfilm „Broken Sight“ nicht nur in Los Angeles und Hongkong, sondern auch im Haugsdorfer Weinkeller.

Der neu aufgestellte Verein rund um Obfrau Irene Zöch stellte sich allen Gesetzesauflagen, sodass ein Wiedersehen für 2017 sicher erscheint.