Haugsdorf

Erstellt am 07. Juli 2016, 05:13

von Franz Enzmann

„Teuer & unnötig“: Umstrittene ÖBB-Lichtanlage. Eine 400.000 Euro teure Lichtsignalanlage bei der Eisenbahnkreuzung Kellertrift erregte die Gemüter im Gemeinderat.

Bürgermeister Andreas Sedlmayer will in Gesprächen mit den ÖBB-Verantwortlichen die geplante Lichtsignalanlage nochmals besprechen. Foto: Franz Enzmann  |  Franz Enzmann

Bürgermeister Andreas Sedlmayer berichtete in der letzten Gemeinderatssitzung über eine Besprechung mit Vertretern der ÖBB und dem Land Niederösterreich in Wien. Thema war die geplante Schließung von Eisenbahnkreuzungen im Gemeindegebiet von Haugsdorf.

„Beiden Varianten habe ich nicht zugestimmt“

Die Jungbunzlauer (im Volksmund: Zitronenfabrik) in Pernhofen benötigt die Bahnlinie jährlich fünf bis sechs Wochen im Jahr als Ersatzstrecke. Firmenvertreter hätten die Bedeutung der Fabrik als größter Arbeitgeber in der Region hervorgehoben und die Forderung der ÖBB unterstützt, so Sedlmayer.

Die Marktgemeinde soll zur 50-prozentigen Mitfinanzierung bei der Sicherung der Eisenbahnkreuzung mit einer Lichtsignalanlage zur Kellertrift verpflichtet werden. „Dies würde bedeuten, dass wir 200.000 Euro aufbringen müssten oder zwei Fußgängerübergänge beim Kaiserpark und Spielplatz Jetzelsdorf auflassen müssen.“ Sedlmayer hält dies für teuer und unsinnig. „Beiden Varianten habe ich nicht zugestimmt.“

In Richtung SP-Gemeinderat Gerwich Kudler meinte er: „Man sollte in der Öffentlichkeit keine falschen Aussagen über die Schließung der Eisenbahnkreuzung äußern.“ Kudler erklärte: „Ich habe aus zweiter Hand gehört, dass Sedlmayer für die Schließung ist.“

Gemeinderat Erich Mokesch fordert ein geschlossenes Auftreten des Gemeinderates gegen die Forderungen der ÖBB und verlangt schlussendlich Protestaktionen. Große Zustimmung bei allen Fraktionen und Unterstützung des Bürgermeisters zu seiner ablehnenden Haltung.