Heldenberg

Erstellt am 29. Juni 2016, 04:08

von Barbara Witzany

Appell zur Wachsamkeit: Bettelfrauen als Vorhut?. Am helllichten Tag wurde eine betagte Frau in der Gemeinde Heldenberg bestohlen, obwohl sie zu Hause war.

Symbolbild Bilderbox.com

An einem Tag Ende Juni marschierten am frühen Nachmittag in der Gemeinde Heldenberg Frauen mit einem Kleinkind herum und bettelten um Geld beziehungsweise um Essen.

„Sie meinten, dass sie aus Rumänien stammen. Kurze Zeit später drang ein Dieb ins Haus einer betagten Frau ein, durchstöberte die Kästen und erbeutete Familienschmuck sowie Bargeld“, erzählt eine Angehörige des Opfers.

Die Frau hörte, wie das Tor geöffnet wurde. Sie ging nachsehen, ob jemand zu Besuch gekommen ist. Als sie in der Einfahrt stand, stürmte ein dunkelhäutiger, schwarz gekleideter, etwa 25-jähriger Mann aus dem Haus und lief in Windeseile davon. Ein mutmaßlicher Komplize mit einem weißen Auto ließ ihn einsteigen. Die bestohlene Frau ist völlig fassungslos über diese Tat.

„Die Bevölkerung soll gewarnt sein“

„Es wird vermutet, dass die Bettelfrauen in Zusammenhang mit diesem Dieb stehen. Die Bevölkerung soll gewarnt sein. Betteln ist verboten – bitte sofort die Polizei verständigen, damit diesem Treiben ein Ende gesetzt wird“, warnt die Angehörige des Opfers.

Für Inspektionskommandant Leopold Huber von der Polizeiinspektion Ziersdorf ist diese Art des Diebstahls nichts Neues. Auch er appelliert an die Bevölkerung: „Bitte Haus und Gartentüre immer zusperren, auch wenn man zu Hause ist. Wie man an diesem Beispiel sieht, lassen sich die Täter von der Anwesenheit der Hauseigentümer nicht abhalten.“

Ein Problem sei oft die Scheu der Bevölkerung, die Polizei zeitgerecht anzurufen. „Wir werden leider oft gar nicht oder viel zu spät über herumziehende Bettler verständigt. Es ist aber von höchster Wichtigkeit, sofort die Polizei zu verständigen“, führt Huber aus: „Ein Anruf Tage nach der Sichtung hilft uns in solchen Fällen nicht sehr viel.“