Erstellt am 11. Dezember 2015, 04:38

von Franz Enzmann

Hochwasser-Schutzdamm kurz vor Umsetzung. Marktgemeinde wartet noch auf den positiven Bescheid der Wasserrechtsbehörde. 2016 könnte dann der Bau beginnen.

Vizebürgermeister Karl Schnitzer (l.) zeigt Ortschef Karl Weber den Verlauf des geplanten Obritzer Hochwasserschutzdamms. Foto: Enzmann  |  NOEN, Enzmann

Es kommt Bewegung rein in Sachen Hochwasserschutz: Im Budgetvoranschlag für 2016 sind 122.000 Euro für die Umsetzung des Projektes vorgesehen. Ein aufgeschütteter Erddamm entlang der Pulkau und bei der Ortschaft soll Obritz besser vor Überflutungen schützen.

„Durch den Förderbeitrag des Landes Niederösterreich und der EU sind 85 Prozent der Baukosten abgedeckt. Den Restbetrag muss die Gemeinde finanzieren“, erläutert Bürgermeister Karl Weber.

August 2010 verdeutlichte zerstörerische Kraft

Die wasserrechtliche Verhandlung fand am 3. Dezember im Gemeindeamt Hadres statt. 35 von 80 Anrainern waren gekommen, um ihre Stellungnahme abzugeben. „Der Verhandlungsverlauf gestaltete sich äußerst positiv für das Bauvorhaben“, freut sich der Bürgermeister. Alle Grundstückseigentümer, deren Felder nach dem Dammbau überflutet werden könnten, sind mit dem Projekt einverstanden.

Das 30-jährliche Hochwasser im August 2010 hatte drastisch vor Augen geführt, welche zerstörerische Kraft der kleine Fluss Pulkau entwickeln kann. „Leider auch in Obritz“, seufzt Schnitzer. „Sollten wir von der Bezirkshauptmannschaft grünes Licht erhalten, dann steht dem Bau eines Schutzdammes für Obritz nichts mehr im Wege“, ist er überzeugt.

„Der positiver Bescheid der Wasserrechtsbehörde ist Grundvoraussetzung“, erklärt er. Bürgermeister Weber ist froh, dass das Vorhaben bald umgesetzt werden kann: „Nächstes Jahr wollen wir mit den Arbeiten endlich beginnen und den Abschnitt Obritz verwirklichen.“

Die Planungsphase für die Hochwasserdämme in Untermarkersdorf und Hadres ist noch nicht abgeschlossen. Das könne noch Jahre dauern, sind die erfahrenen Lokalpolitiker Weber und Schnitzer überzeugt. Verhandlungen mit Anrainern und Grundstücksbesitzern stehen an.