Erstellt am 05. Juni 2016, 06:50

von Christoph Reiterer

Badeordnung neu? Parteien beraten. Christian Lausch (FP) unternimmt zweiten Anlauf für neue Haus- und Badeordnung.

Christian Lausch zum Zerwürfnis mit Wolfgang Scharinger: „Wenn eine Seite nicht will, dann kannst du den Deckel nicht oben lassen, dann fliegt dir der Deckel um die Ohren.“ Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN

In der letzten Gemeinderatssitzung im März wollte FPÖ-Gemeinderat Christian Lausch einen Antrag über ein Burkini-Verbot im Freibad einbringen, der von VP-Stadtchef Erwin Bernreiter aus formalen Gründen jedoch nicht zugelassen wurde. Am vergangenen Freitag gab es nun ein Treffen zwischen dem Freiheitlichen und dem Bürgermeister, bei dem Lausch noch einmal seine Wünsche darlegte. „Ein gutes Gespräch“, wie er befand.

Auf Einladung des Bürgermeisters werde es diese Woche jedenfalls ein Gespräch mit Vertretern aller Parteien über eine neue Haus- und Badeordnung im Stadtbad geben. „Das ist nichts Böses, aber wir können uns der Diskussion nicht verschließen, wenn die Gemeinden rundherum Beschlüsse in diese Richtung fassen“, so Lausch.

„Wir wollen auch nicht, dass einer
mit einem Rapid-Leiberl ins Wasser springt,
weil er einen Sonnenbrand hat …“
Christian Lausch, FPÖ

Es gehe darum, wie die Badeordnung in Hollabrunn künftig ausschauen soll und ob sich Probleme ergeben könnten, wenn im Gegensatz zu anderen Gemeinden nicht reagiert werde. Der FPÖ-Chef betont, dass er sich dabei nicht auf ein Burkini-Verbot fixieren will. „Wir wollen auch nicht, dass jemand mit einem Rapid-Leiberl ins Wasser springt, das er vorher auf der Wiese vollgeschwitzt hat. Auch das ist unhygienisch.“

Ein wenig zerknirscht über diesen Termin ist der zuständige Stadtrat Wolfgang Scharinger, der nicht dabei sein kann. „Der Bürgermeister hat eingeladen, obwohl er wusste, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht da bin.“

Die Liste Scharinger, die bei der Besprechung von Daniela Lichtenecker vertreten wird, plädiere jedenfalls dafür, direkt die Badegäste zu befragen, wie sie es gerne hätten. Schließlich würden sich meistens jene aufregen, die gar nicht ins Bad gehen. „Und wenn es die Gemeinde nicht auf die Reihe kriegt, mach‘ ich es selber!“

„Das ist immer eine freiheitliche Forderung“, kann sich Lausch eine Befragung vorstellen, räumt jedoch ein: „Wir verschließen uns nicht, aber es ist in diesem Fall vielleicht ein bisschen überzogen.“