Erstellt am 23. März 2016, 05:24

von NÖN Redaktion

Bedarfserhebung kam prompt – und irritierte Eltern. Hoffnung auf schulische Nachmittagsbetreuung in Hollabrunn. Fragestellung sorgte für Verwirrung.

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Nur wenige Tage nach der Gemeinderatssitzung fanden die Eltern in den Schultaschen ihrer Kinder ein Schreiben zur Erhebung des Bedarfs an Nachmittagsbetreuung. Auch im Kindergarten wurde es verteilt.

Während sich die Opposition noch freute, dass diese verpflichtende Bedarfserhebung nun endlich erfolgte, zeigten sich viele Eltern unsicher.

„Bitte kreuzen Sie nur mit ‚Ja‘ an, wenn Sie noch keine fixe Hortplatzzusage haben“, war eine Fragestellung, die verwirrte.

„Viele Eltern sind unsicher, was sie jetzt tun sollen. Denn eigentlich wollen sie eine schulische Nachmittagsbetreuung und keinen Hortplatz“, berichtet eine Betroffene. Außerdem seien die Hort-Kosten von 160 Euro pro Monat für eine Betreuung an fünf Tagen pro Woche vergleichsweise teuer.

Dem widerspricht der Bürgermeister in seinem Bericht („gutes Mittelfeld“). Allerdings: Eine schulische Nachmittagsbetreuung wäre erheblich günstiger und noch dazu flexibler.



Hintergrund: Aus dem Bericht des Bürgermeisters

Viele Optionen, die geprüft wurden – wobei wir immer im Vorfeld das Land NÖ beiziehen –, stellten sich als ungeeignet heraus, etwa Räumlichkeiten in der Neuen Mittelschule oder im leer stehenden alten Badegebäude. Selbst nachdem ein Objekt als geeignet erachtet werden würde, muss dieses erst … entsprechend adaptiert und umgebaut werden.

Der nötige Raumbedarf für eine schulische Nachmittagsbetreuung an den beiden Hollabrunner Volksschulstandorten ist aus Platzmangel keinesfalls gegeben.

Jedenfalls kann ich garantieren, dass wir permanent nach Lösungen suchen und alle Optionen auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit prüfen, um die Situation an fehlenden Betreuungsplätzen ehest beheben zu können.