Hollabrunn

Erstellt am 12. Oktober 2016, 04:00

von Christoph Reiterer

Bernreiter-VP gibt Contra - SPÖ ist Mit-Streiter. Hollabrunner Volkspartei erklärt, warum sich die Gemeinde mit ihrem Jugendangebot nicht verstecken muss.

Halten der SPÖ-Kritik entgegen: Stadtrat Karl Riepl, „jugendarbeit.07“-Leiter Mario David, Jugendgemeinderätin Tanja Winterer und Gemeinderat Alexander Rausch.  |  NOEN, VP

Nachdem die SPÖ in einer öffentlichen Aussendung die Regierungsfähigkeit der Bernreiter-ÖVP angezweifelt und geklagt hat, dass gerade bei den Initiativen für die Jugend nichts weitergehe, hat die Volkspartei nun mit einer ausführlicheren Stellungnahme auf ihrer Website nachgelegt. Hollabrunn habe nicht von ungefähr die Auszeichnung „familienfreundlichegemeinde“ erhalten.

Die Gemeinde habe neben einem gut funktionierenden Jugendtreff auch eine Vielzahl an Angeboten für Jungfamilien vorzuweisen. Eine zentrale Still- und Wickelmöglichkeit, eine Infostelle in der Gemeinde oder eine Babysitter-Börse zählen zu künftigen Projekten. Darüber hinaus seien etliche Plätze im Bereich Klein- und Kleinstkindbetreuung geschaffen sowie die Nachmittagsbetreuung massiv ausgebaut worden.

Nicht zu vergessen seien der 2015 neu errichtete Skaterplatz, die Attraktivierung des Freibades oder die aktuell laufende Sanierung der Kunsteisbahn. Alles, um der Jugend etwas zu bieten. Und das lasse sich die Gemeinde auch einiges kosten.

„Größeres Angebot wird man selten wo finden“

„Ein größeres Angebot an Freizeitmöglichkeiten, wie es in Hollabrunn mit seinen weit über 100 Vereinen gibt, wird man in Niederösterreich selten wo finden“, ist die VP-Riege überzeugt. Die Jugend sei auch ausreichend darüber informiert.

Die Stadt-VP weist darüber hinaus darauf hin, dass für die Sporthalle ein Vertrag mit einem potenziellen Sponsor abgeschlossen worden und eine gewerberechtliche Genehmigung erwirkt worden sei, um auch hier Clubbings anbieten zu können. Die Location im „Alten Schlachthof“ habe sich ebenfalls mit vielfältigem Angebot bewährt. Fast 30 Spielplätze in der Gemeinde werden regelmäßig gewartet. Mit dem „Kinder Kultur Pass“ habe die ÖVP Hollabrunn ein weiteres Angebot für Schulkinder geschaffen.

Jugendgemeinderätin Tanja Winterer habe sich in den letzten Monaten ein Bild von der – sehr guten – Lage in Hollabrunn gemacht und versucht, über den Tellerrand zu blicken. Jetzt soll auch der Jugendarbeitskreis wieder aktiv werden.

„Wir stehen für jede konstruktive Zusammenarbeit zur Verfügung“, meinte Fraktionschef Alexander Eckhardt am Ende der jüngsten SPÖ-Aussendung. Bei der ÖVP klingt das weniger versöhnlich. Die SPÖ wird als „Mit-Streiter“ bezeichnet, der mit seinem Jugend-Treffpunkt beim Bahnhof selbst einen Flop gelandet habe, utopische Visionen fordere und nur kritisieren wolle, während die ÖVP seit vielen Jahren daran arbeite, Hollabrunn für Familien noch interessanter zu machen. Daran werde sich auch künftig nichts ändern.