Hollabrunn

Erstellt am 25. April 2017, 12:17

von Christoph Reiterer und Sandra Frank

Bürgermeister stoppt das „Waldsportplatz-Projekt“. Was sich zum Start der Woche bereits angekündigt hatte, tat VP-Bürgermeister Erwin Bernreiter am späten Dienstagvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus kund: Er stoppe das Vorhaben „zukünftige Nutzung des Waldsportplatzes“ mit sofortiger Wirkung.

Stadtchef Erwin Bernreiter (r.) will mit der Opposition zusammenarbeiten und leitete einen Prozess ein , im Zuge dessen erarbeitet werden soll, wie die künftige Nutzung des Waldsportplatzes aussehen soll.  |  Sandra Frank

Als Grund nannte er die Unruhe, die sich rund um das Projekt entwickelt habe. „Es kursieren Unwahrheiten. Ich will keinen Streit. Wir sind gewählt, gemeinsam zu arbeiten und ich hoffe, dass wir in diesem Sinne weiterarbeiten können“, so Bernreiter.

Damit kommt er der überparteilichen Initiative zur „Rettung des Hollabrunner Waldsportplatzes“ entgegen. Wie berichtet, hatte die Hollabrunner Polit-Opposition eine Sondersitzung einberufen, in der über eine Volksbefragung zur Zukunft von Kirchenwald und Waldsportplatz diskutiert werden sollte.

Bernreiter hofft, dass die Opposition nun auf die für 9. Mai geplante Sitzung verzichten wird. Diese sei zum derzeitigen Stand der Dinge aus seiner Sicht nicht sinnvoll. Stattdessen soll sich aus Vertretern aller politischen Gruppierungen in Hollabrunn ein Arbeitskreis formieren, der einen Fahrplan für die künftige Entwicklung der Stadtgemeinde ausarbeiten soll.

Bevölkerung soll eingebunden werden

Noch im Mai soll das erste Treffen stattfinden. Auch die Bevölkerung soll eingebunden werden. Ende des Jahres sollen klare Ergebnisse am Tisch liegen. Speziell geht es um die Frage, wo es möglich ist, Bauland zu schaffen.

In den vorangegangenen Gesprächen mit der Opposition habe man jedenfalls gesehen, wer paktfähig ist, meinte Bernreiter kryptisch. Als Bürgermeister sei es ihm wichtig, mit und für die Menschen in Hollabrunn nachhaltige Projekte zu entwickeln. „Der gelebte Zusammenhalt zeichnet uns aus. Wir haben ein intaktes, solidarisches Gemeinwesen. Alle sollen an einem Strang ziehen“, betonte der Stadtchef.

Mit Denis Thompson von den Grünen war auch ein Vertreter der Initiative bei der Pressekonferenz anwesend. Er dankte dem Bürgermeister für die Kompromissbereitschaft.