Hollabrunn

Erstellt am 05. Juli 2017, 05:17

von Christoph Reiterer

Debatte um die Volksfest-Frage: Pläne am Messegelände. Am 10. August startet die Augustwiesn 2017. Weil sie nicht informiert sei, stellte die SPÖ die Zukunftsfrage. „Keine Veranlassung“, meint VP-Vize Alfred Babinsky.

Das Riesenrad am Strudelteich war in den vergangenen Jahren ein typisches Bild beim Hollabrunner Volksfest. Wohin das Volksfest übersiedelt, wenn am Messegelände ein Kindergarten errichtet wir, wird in der nächsten Gemeinderatssitzung beantwortet.  |  Thomas Hagendorfer

Die Gemeinde ist Hauptsponsor des 62. Hollabrunner Volksfestes. Im Gemeinderat wurde eine Fördersumme von 3.000 Euro beschlossen. „Es ist ein wichtiges Event“, bekräftigte SPÖ-Klubobmann Alexander Eckhardt, der die Gelegenheit jedoch nutzte, aufgrund des Bildungscampus-Projekts die Zukunft zu hinterfragen. „Wird das Volksfest 2017 das letzte Mal am Messegelände ausgetragen?“

„So etwas soll keine politische Geschichte sein“

Durch den Bau des neuen Kindergartens in der Josef Weisleinstraße gehen Flächen verloren. Bis heute seien keine Informationen weitergegeben worden, wo und wie das Volksfest im Jahr 2018 und danach ausgetragen wird. Auch fürs Sommerlokal „Hütterl am Teich“ gebe es bislang nur eine grundsätzliche Idee. VP-Stadtrat Kornelius Schneider erklärte, dass die SPÖ-Fragen bis zur nächsten Sitzung schriftlich beantwortet werden.

VP-Vizebürgermeister Alfred Babinsky, dessen Sohn Ralf als Obmann-Stellvertreter des Volksfestvereins fungiert und der wegen Befangenheit den Sitzungssaal verlassen hatte, ärgerte sich später über den SPÖ-Vorstoß, kontaktierte Eckhardt telefonisch und erklärte im NÖN-Gespräch am Montag: „So etwas soll keine politische Geschichte sein. Das tut mir weh. Ich werde ihm die Fragen persönlich beantworten.“

Das neue, junge Volksfestvereinsteam stehe kurz vor einer großen Bewährungsprobe. „Das sind tolle Burschen und ich wünsche mir, dass wir sie alle unterstützen.“ Dass nun gleichzeitig der Bau einer neuen Halle beim Stadtsaal beschlossen wurde, sei außerdem kein Zufall. Denn so können die Lagerflächen auf der „Volksfest-Seite“ übersiedeln, was Platz schafft. Das Volksfest werde es mit einem neuen Standplan weiterhin geben, so Alfred Babinsky.

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