Hollabrunn

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:00

von Sandra Frank

Hundezone: Sascha Bauer ortet Gefahr in Verzug. Nach der Übergabe der Sackerl fürs Gackerl soll ein massives Gitter Hunde am Ausbruch hindern.

Die Sackerl fürs Gackerl für die Hollabrunner Hundezone überreichte Stadtrat Karl Riepl (r.) Gemeinderat Sascha Bauer bei der Gemeinderatssitzung. „Nächstes Mal bekommt er den Zaun“, scherzte Riepl.  |  Sandra Frank

„Ich werde persönlich dafür sorgen, dass er welche bekommt“, versprach Stadtrat Karl Riepl (VP) als Gemeinderat Sascha Bauer (Liste Scharinger) kritisierte, dass der Automat mit den Sackerln fürs Gackerl in der Hollabrunner Hundezone äußerst selten nachgefüllt werde. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung löste der zuständige Mandatar sein Versprechen ein: Er überreichte Bauer besagte Sackerl, damit dieser den Automaten selbst befüllen kann.

Aber nicht nur Riepl hatte etwas für den Gemeinderat mitgebracht. Bauer hatte von einem heimischen Schlosser ein Angebot eingeholt, für einen Zaun, der für Hundezonen geeignet ist. „Das Angebot wollte er sich weder ansehen, noch mitnehmen“, ärgert sich Bauer, der mit seinen beiden Hunden oft in der Hundezone anzutreffen ist. „Er hat mir nur wieder einmal versichert, etwas zu unternehmen.“

Wie die NÖN berichtete, sind im Zaun rund um den etwa 1.000 Quadratmeter großen Platz Löcher. Außerdem ist es gerade für kleiner Hunde ein Leichtes, unter den bestehenden Zaun durchzuschlupfen und so auszubrechen. Dieser Zustand herrscht seit mehreren Monaten.

"Verantwortung, falls etwas passiere, liege klar bei Riepl"

Hier sieht Bauer mittlerweile Gefahr in Verzug, denn: „In den vergangenen Tagen wurde mir mehrmals vom Ausbruch eines Rotweilers berichtet.“ Passiert sei dabei zum Glück nichts, aber: „Die Kombination von einem Spielplatz neben einer Hundezone mit defektem Zaun kann tragische Folgen – für Mensch als auch Hund – haben“, ist Bauer besorgt um das Wohl der Zwei- und Vierbeiner. Die Verantwortung, falls etwas passiere, liege klar bei Riepl.

„Wir haben bereits ein verzinktes, massiveres Gitter bestellt, das demnächst eintreffen sollte und dann umgehend montiert wird“, berichtet der zuständige Stadtrat, dass er – wie angekündigt – bereits tätig geworden ist. Spätestens in der nöchsten Woche soll das Gitter montiert sein. Es sei schließlich im Interesse der Gemeinde, dass die Hundezone abgesichert sei. Darum wurde rund um den Zaun auch Erde angeschüttet, um die Hunde an einem Ausbruch zu hindern. „Das hat aber leider nicht funktioniert“, gibt Riepl jetzt zu.

Dass die Debatte um die Hundezone ÖVP-intern bereits belächelt werde, kam Gemeinderat Bauer rund um vorangegangene Diskussionen zum Thema bereits zu Ohren. „Die Frage, ob wir nichts Wichtigeres zu tun hätten, als wegen der Hunde zu streiten, bestätigt für mich, die Bürgerferne von manchen in der sogenannten Volkspartei.“ Dass es in der Bezirkshauptstadt wichtigere Dinge zu erledigen gebe, da stimmt Bauer seinen Kritikern freilich zu. Für ihn steht aber fest: „Wer es nicht schafft, einen Zaun zum Schutz der Hollabrunner Kinder zu reparieren, der sollte schon gar nicht bei wichtigeren Entscheidungen mitwirken.“

„Es ist ja nett, dass er wissen will, was ÖVP-intern belächelt wird“, sagt Riepl. Die Causa Hundezone wurde natürlich innerhalb der Volkspartei besprochen, aber stets „sachlich und normal“, erzählt der Stadtrat.