Hollabrunn

Erstellt am 20. Juli 2016, 06:00

von Christoph Reiterer

Kinderbetreuung: Eltern fordern Ferienlösung. Dass der Hort im August geschlossen hatte, waren die Eltern bislang ohnehin gewohnt. Doch was passiert künftig an schulautonomen Tagen oder in den Semesterferien?

Susanne Leithner mit ihrer Tochter, die im ZIS angemeldet ist. Die Kosten bereiten ihr weniger Sorgen als das zeitliche Angebot.  |  NOEN

Nachdem klar ist, dass in Hollabrunn eine schulische Nachmittagsbetreuung installiert wird, sorgen sich Eltern um die künftige Betreuung in Ferien oder an schulautonomen Tage, die bislang im Hort-Modell geregelt war. Das neueste Gerücht, dass das Kinderhaus in der Winiwarterstraße künftig gar nicht mehr für die Kinderbetreuung, sondern als Asylantenunterkunft verwendet werden soll, verweist Verwaltungschef Helmut Schneider indes ins Reich der Märchen.

„Wenn man es früh genug weiß, kann man es sich einteilen“, hofft Susanne Leithner, eine betroffene Mutter, auf baldige Klarheit. Sie sieht viele Probleme ungelöst und nicht jeder habe das Glück, die Kinder bei Oma, Opa oder Tante unterbringen zu können. Ihren Unmut hat sie auch in einem Schreiben an verschiedene Entscheidungsträger kundgetan. Sie selbst müsste sich Urlaub nehmen oder eine Freundin fragen, wenn gerade keine Betreuung zur Verfügung steht. Die Tagesmütter seien überlaufen.

Dass die schulische Nachmittagsbetreuung nur bis 16.30 Uhr laufen soll, sei ebenso problematisch. Für viele Berufstätige sei es zu früh; auf der anderen Seite dürfe man das Kind nicht früher abholen.

„Wir arbeiten mit dem Betreiber daran, in welcher Form wir die Ferienbetreuung anbieten können. Wir wissen, dass das gewünscht und gefordert wird“, sagt Helmut Schneider. Es sei natürlich eine Kostenfrage. Die Volkshilfe sei jedenfalls bereit.

Gute Erfahrungen habe man im Kindergartenbereich gemacht. Während der drei Wochen, in der die Kindergärten in den Sommerferien geschlossen halten, wird auch heuer über das Rote Kreuz eine Betreuung in Magersdorf angeboten. „In diese Richtung denken wir“, so Schneider.