Erstellt am 05. Dezember 2015, 10:30

von APA/Red

Positiver UVP-Bescheid für S3-Abschnitt. Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Weinviertler Schnellstraße (S3) zwischen Hollabrunn und Guntersdorf des Verkehrsministeriums ist abgeschlossen worden.

 |  NOEN, Erwin Wodicka/wodicka@aon.at
Asfinag-Vorstand Alois Schedl bezeichnete den positiven Bescheid als weiteren Meilenstein für eines der wichtigsten Straßenbauprojekte in Niederösterreich. In den Ausbau dieser elf Kilometer werden 132 Mio. Euro investiert.

Neben der Wirtschaft würden vor allem rund 14.000 Anrainer profitieren, weil mit dieser Etappe die bestehende, stark befahrene B303 in den Siedlungsgebieten "massiv" entlastet werde. Die Trennung der Richtungsfahrbahnen durch eine Betonleitwand werde die Verkehrssicherheit erhöhen.

"Wir haben bereits die Einreichung zur naturschutzrechtlichen Bewilligung und jene nach dem NÖ Landesstraßengesetz vorgenommen", sagte Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH, in der Aussendung am Samstag. Vorbehaltlich etwaiger Einsprüche sollte im zweiten Halbjahr 2016 gestartet werden. Über Details zur weiteren Vorgangsweise will man in einem Pressegespräch am Mittwoch in Hollabrunn informieren.

Ende 2017 für Verkehr freigegeben 

Die S3 ist im Abschnitt von Stockerau (Donauuferautobahn A22) bis Hollabrunn-Süd bereits seit sechs Jahren in Betrieb. Seit August 2009 gilt auf der Weinviertler Schnellstraße Mautpflicht.

Für ein weiteres Projekt im Weinviertel, die Umfahrung Drasenhofen, liegt ebenfalls seit kurzem ein positiver UVP-Bescheid vor. Der fünf Kilometer lange Abschnitt soll Ende 2017 für den Verkehr freigegeben werden und ist die erste von zwei Ausbaustufen der A5 (Nordautobahn) Richtung Norden. Der Vollausbau der Autobahn bis zur Grenze steht laut Asfinag in Abhängigkeit zum tschechischen Autobahnprojekt R52 und der Verkehrsentwicklung.