Ravelsbach

Erstellt am 09. Februar 2018, 04:51

von Christoph Reiterer

Eigenem Bruder vor Disco die Nase gebrochen. Eigentlich wollte ein 34-Jähriger den Bruder nur abhalten, betrunken heimzufahren.

Symbolbild  |  Shutterstock, AFPics

Weil er seinem Bruder Ende Oktober vor der Diskothek in Ravelsbach (Smile Club) die Nase gebrochen hatte, musste sich ein Arbeitsloser (34) aus dem Bezirk Hollabrunn nun am Bezirksgericht Hollabrunn verantworten.

Der vierfache Vater bekannte sich schuldig. Es sei die Auseinandersetzung vorgefallen, weil der Bruder sturzbetrunken mit dem Auto nach Hause fahren wollte.

Es sei zu einem Streit gekommen, bei dem er vom Bruder attackiert wurde, schilderte der 34-Jährige vor Richter Erhard Neubauer. „Schwarz gesehen“ habe er jedoch erst, als der Bruder auch auf seinen Sohn losging, weil ihm dieser nicht geholfen habe. Deshalb habe er ihm schließlich einen Faustschlag versetzt.

„Es war ein Fehler, der aus dieser Situation heraus entstanden ist. Ich habe ihm auch gleich geholfen. Es tut mir leid, aber ich kann es nicht rückgängig machen“, sagte der Angeklagte. Auf die Frage des Richters, ob er zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung selbst leicht, mittel oder total betrunken gewesen sei, kam die Antwort: „Drei viertel, würde ich sagen.“ Er habe jedenfalls noch gewusst, was er tat, betonte der 34-Jährige, der bereits eine Vorstrafe wegen schweren Betrugs aus dem Jahr 2012 am Konto hat.

Nun kam eine Verurteilung wegen Körperverletzung hinzu. Der Richter verhängte eine Bewährungsstrafe über vier Monate. Der Angeklagte nahm das Urteil an.