Hollabrunn

Erstellt am 19. April 2017, 10:11

von Sandra Frank

Waldsportplatz: Opposition will die Bürger fragen. Mandatare der Gegenseite sind sich einig: „Rettungsaktion“ ist nicht vom Tisch.

Forderten eine Sondersitzung ein: Denis Thompson (Die Grünen), Christian Lausch (FPÖ), Alexander Eckhardt (SPÖ) und Johann Mareiner (FPÖ). Georg Ecker (Die Grünen) kämpft ebenfalls für den Erhalt des Waldsportplatzes und des Kirchenwaldes. Foto: Sandra Frank  |  Sandra Frank

Dass die Bürgermeisterpartei den Initiativantrag zur Erhaltung des Waldsportplatzes und des Kirchenwaldes abgeändert beschlossen hat, wollten die Oppositionsparteien – SPÖ, FPÖ, Liste Scharinger und Grüne – nicht einfach so hinnehmen. Darum baten sie am Dienstag (18. April) um einen Termin bei VP-Stadtchef Erwin Bernreiter, um eine Sondersitzung einzuberufen.

Zur Erinnerung: Die Opposition will den Kirchenwald und den Waldsportplatz als Naherholungsgebiet erhalten. Letzterer soll, wenn möglich, von einem anderen Verein nachgenutzt werden. Einen Initiativantrag zur „Rettung“ des Waldsportplatzes brachten die Oppositionsparteien – unterstützt von 1.000 Unterschriften – in die jüngste Gemeinderatssitzung ein.

Die ÖVP änderte den Antrag dahingehend ab, dass es der Gemeinde „im Zuge von Siedlungsplanungen bzw. -maßnahmen ermöglicht werden soll, Bauplätze für Einfamilienhäuser für junge Familien oder Reihenhäuser zu schaffen“. Der Opposition schmeckte das nicht, die ÖVP-Mehrheit beschloss es trotzdem.

Jetzt setzten sich Sozialdemokraten, Freiheitliche, Bürgerliste und Grüne erneut zusammen. Um eine Sondersitzung einzuberufen, brauchte es alle Unterschriften der Oppositions-Mandatare. Mit diesen in der Tasche ging’s zum Bürgermeister. „Es soll eine verpflichtende Bürgerbefragung geben, ob wir die grüne Lunge erhalten oder Bauplätze schaffen wollen“, fasst SPÖ-Klubsprecher Alexander Eckhardt zusammen.

Ob dieser Wunsch erfüllt wird, darüber soll der Gemeinderat in der angesprochenen Sondersitzung abstimmen. Diese muss innerhalb von vier Wochen stattfinden. Allerdings: „In zwei Wochen wird es ein erneutes Gespräch mit dem Bürgermeister geben“, berichtet FPÖ-Chef Christian Lausch. Bis dahin will Bernreiter mit Experten und seiner Partei über das weitere Vorgehen Rücksprache halten. Danach habe die Opposition die Möglichkeit, die Sondersitzung zurückzuziehen.

Was die Mandatare noch zur Causa Bürgerbefragung zu sagen haben, steht in der nächsten Printausgabe der Hollabrunner NÖN!

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