Hollabrunn

Erstellt am 18. August 2016, 05:59

von Christoph Reiterer

Wohin kommt der neue Kindergarten?. Standort-Suche Architekt Maurer wurde beauftragt, zu sondieren, wo die achtgruppige Einrichtung am besten zu realisieren sein wird.

Ein paar Jährchen muss der Kindergarten in der Brunnthalgasse noch seinen Zweck erfüllen. Der neue Standort soll bald feststehen. Foto: Franz Enzmann  |  Franz Enzmann

Im Rahmen der Gespräche über die Errichtung eines Bildungscampus am Messegelände war die Errichtung eines achtgruppigen Kindergartens stets ein fester Bestandteil. Während die Realisierung dieses Campus vermutlich noch längere Zeit in Anspruch nimmt, wird die Errichtung des neuen Kindergartens schon konkret. Denn die Zeit drängt.

Provisorium im Studentenheim wird nicht bleiben

Der viergruppige Kindergarten in der Brunnthalgasse 9 ist in die Jahre gekommen. Die zentrale Lage des alten Gebäudes ist durchaus attraktiv, doch eine Erweiterung ist dort ohnehin nicht möglich.

Das zwei-gruppige Provisorium im Studentenheim ist, wie der Name schon sagt, nicht als Dauerlösung gedacht. Weil auch schon der künftige Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen eingerechnet wird, soll deshalb eben ein neuer achtgruppiger Kindergarten entstehen.

Architekt Ernst Maurer wurde vom Stadtratsgremium nun damit beauftragt, geeignete Grundstücke zu sondieren, Gutachten und Vorschläge vorzulegen. Finanzstadtrat Kornelius Schneider, treibende Kraft im Campus-Projekt, hofft auf entsprechende Rückmeldung im September, um die nächsten Schritte einleiten zu können.

„Brauchen Kindergartenlösung früher als Schullösung“

Untersucht werden soll jedenfalls ein Standort am Messegelände und ein Neubau im Bereich der HTL.

„Wir brauchen die Kindergartenlösung früher als die Schullösung“, bestätigt Helmut Schneider, Leiter der Verwaltung im Rathaus. Drei bis vier Jahre werde es dauern, ehe der neue Kindergarten in Betrieb gehen kann. Benötigtes Areal? „Minimum 6.000 Quadratmeter.“

Übrigens: Die SPÖ verlangt in ihrem neuen Infoblatt von der ÖVP die Klärung offener Fragen, eine öffentliche Vorstellung der möglichen Standorte und eine Volksbefragung über verschiedene Optionen. Und sie meint, dass die ÖVP bereits bei der Benennung des Projekts scheitere, weil ein Campus nicht mit Volksschulen oder Kindergärten zu tun habe.