Erstellt am 18. November 2015, 04:53

von Christoph Reiterer

FPÖ neu im Februar. Bezirkschef Christian Lausch rechnet mit einer Liste Scharinger und will vorerst selbst Weihnachtsfrieden walten lassen.

Christian Lausch zum Zerwürfnis mit Wolfgang Scharinger: „Wenn eine Seite nicht will, dann kannst du den Deckel nicht oben lassen, dann fliegt dir der Deckel um die Ohren.“ Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN

Während Wolfgang Scharinger nach seinem Bruch mit der FPÖ noch bis 25. November darauf warten lässt, um über seine politische Zukunft zu berichten, lässt sich auch Gemeinderat und Bezirksobmann Christian Lausch damit Zeit, die Stadtpartei auf neue Beine zu stellen.

„Der Weihnachtsfriede soll einkehren“

„Die Wogen sollen sich glätten, der Weihnachtsfriede soll einkehren“, sagt Lausch. Spätestens Anfang Februar 2016 werden die „35 bis 40 Mitglieder“ der Stadtgruppe einen neuen Obmann wählen.

Eine echte Stadtpartei habe es angesichts der dominanten Galionsfigur Scharinger in den letzten 17 Jahren ohnehin nur am Papier gegeben. Er selbst werde als Stadtparteiobmann jedenfalls nicht zur Verfügung stehen, betont Lausch. Dass Johann Mareiner als verbliebener Gemeinderat in der engeren Wahl sei, liege auf der Hand.

„Von heute auf morgen nichts mehr wert …?“

Warum es zum Zerwürfnis mit Wolfgang Scharinger kam, mit dem er so lange Zeit eine gute Oppositionsarbeit geleistet habe, ist dem freiheitlichen Bezirkschef immer noch ein Rätsel: „Dass das alles von heute auf morgen nichts mehr wert ist? Meine Hand war immer ausgestreckt. Aber sie werden ihren Schritt gut vorbereitet und sich alles reiflich überlegt haben.“

Nicht nur Lausch ist überzeugt, dass der 56-jährige Scharinger mit den weiteren Abtrünnigen – darunter die Gemeinderäte Bauer, Bischof und Lichtenecker – mit einer eigenen Liste weiter Gemeindepolitik machen will.

Tendenzen dazu seien bereits zu Beginn des Jahres zu erkennen gewesen, meint der 45-Jährige, dem der Kuschelkurs mit der ÖVP immer zuwider war. „Es ist sicher nicht im Sinne unserer Wähler, wenn ohne Wenn und Aber nur das passiert, was der Bürgermeister will.“

NÖN.at hatte berichtet: