Erstellt am 01. Dezember 2015, 10:55

von Karin Widhalm

Hort der Aufklärung: 140 Jahre Stadtbücherei. Gründer Josef Karl Punschert wollte, dass sich die Bürger fortbilden. Die Institution feiert ihr Jubiläum mit „Manchmal ist ein Fasan eine Ente“.

 |  NOEN, Karin Widhalm

Josef Karl Punschert gründete 1875 die Stadtbücherei, die er als Hort der Aufklärung ansah. Alle Bürger sollten sich fortbilden und den „schlechten Büchern in den Schulen“ entgehen können.

„Damals war das gedruckte Werk die einzige Wissensquelle“, erzählt Stadtarchivar Thomas Dammelhart. 1.500 Bände zählte die Institution nach einem Jahr. 15.500 Medien sind’s 140 Jahre später.

„Kinder kommen wirklich fleißig zu uns“

Das Jubiläum wurde am vorigen Freitag im Rathaus gefeiert: Peter Turrini, Autor und Wahl-Kleinriedenthaler, las mit Sophie Aujesky, Schauspielerin aus Retz, aus „Manchmal ist ein Fasan eine Ente“.

Turrini schrieb darin die Begegnungen mit seiner damals vierjährigen Nachbarin nieder. „Wir haben die Grundfragen der menschlichen Existenz erörtert“, erzählte er. „Und wie ich Theresa kenne, wird sie das Buch signieren. Sie geht jetzt in die Volksschule.“ Das machte sie tatsächlich.

Sie war eines von vielen Kindern, die die Jubiläumsfeier mitverfolgten. „Die Kinder kommen wirklich fleißig zu uns“, erzählte Bücherei-Leiterin Ulrike Holy-Padevit. Sie sucht derzeit nach ehrenamtlichen Mitarbeitern, die das umfangreiche Sortiment mitverwalten.