Unternalb

Erstellt am 12. Juli 2016, 11:37

von Karin Widhalm

Dorferneuerung: „Bleibt einfach so, wie ihr seid“. Die örtliche Dorferneuerung blickt auf rege 50 Jahre zurück – und erntete dafür auch Lob von Landesobfrau Forstner.

Den Fremdenverkehr zu etablieren bedeutete für Hermann Weißwasser auch, den Ort zu verschönern. Er war der erste Obmann des 1966 konstituierten Vereins, der heute Dorferneuerung heißt. Das 50-jährige Jubiläum feierten Mitglieder, Unterstützer und Freunde im Feuerwehrsaal.

„Jungfamilien belegen, wie attraktiv der Ort geblieben ist“

Einen Monat nach der Gründung erhielt Hochschuldozent Friedrich Woess den Auftrag, Pläne für die Gestaltung von Straßen und Plätzen zu zeichnen. Der Vorstand packte zudem 1967 die Versetzung einer Marienstatue aufs Pfarrhofbergerl an, damit das Denkmal besser zur Geltung kam.

Die Idee der Verschönerung lässt Leopold Kiesling, der seit 2011 Obmann ist, fortleben. Ortsvorsteher Johannes Kremser erinnerte unter anderem an die Schaffung des Dorfhauses ab 1991 und des Kinderspielplatzes 1983. „Die vielen Jungfamilien belegen, wie attraktiv der Ort geblieben ist“, betont er. „Unsere Dorfgemeinschaft ist noch weiter zusammengerückt.“

Die Dorferneuerung entlaste die Gemeinde, findet Vizebürgermeister Alfred Kliegl. „Wobei die Stadtgemeinde wiederum den Verein unterstützt.“ Er lobte das gepflegte Erscheinungsbild im Dorf. „Bleibt einfach so, wie ihr seid“, würdigte Maria Forstner, Obfrau der NÖ Dorferneuerung, die Aktivitäten in Unternalb. Sie ehrte langgediente Mitglieder.

Barbara Salzer, Vertreterin der Bezirkshauptmannschaft, und Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Himmelbauer äußerten sich anerkennend über die landesweite Aktion.

Projekte werden nicht von oben herab gestülpt

„Die Gesamtheit der Bevölkerung wird dazu angehalten, aktiv die Lebensqualität im Ort zu verbessern“, sagte Salzer. „Umso mehr braucht es die Menschen im Ort“, ergänzte Himmelbauer. Projekte „werden nicht von oben herab gestülpt“. Das mache die Dorferneuerung aus.

Kiesling dankte abschließend Josef Krafek, Elisabeth Widhalm und Manfred Heilinger für die Festschrift sowie Thomas Hasenöhrl für die Fotopräsentation und ließ ein kräftiges „Danke!“ für alle Helfer erklingen.

Wissenswertes

  • Zwei Pfarrer übernahmen Funktionen im Unternalber Dorferneuerungsverein: Pater Coelestin Reith war von 1970 bis 1972 Obmann, Pater Markus Krammer von 1982 bis 1985 zweiter Obmann-Stellvertreter.
  • Die Befestigung von Böschungen fand sich – neben Denkmal-Renovierungen, Wanderungen, Flurreinigungen, kleinen Bauten wie etwa Pavillon – stets im Tätigkeitsfeld. Die Stützmauer zwischen den Weinkellern auf der Straße nach Retz wurde zum Beispiel 1980 errichtet, um der Böschung Halt zu geben.
  • 1985 wurde ein Fußballmatch gegen Obernalb in Unternalb abgehalten: Das Spiel endete mit einem 3:0 für die Heimmannschaft.
  • 2008 initiierte der Verein die Namensbeschilderung für Wege, Gassen und Straßen.