Ziersdorf

Erstellt am 22. April 2017, 01:49

von Barbara Witzany

Exponate gesucht: Zeugen rasanter Zeiten. Vor 50 Jahren fand das erste internationale Motorradrennen in Ziersdorf statt – im August gibt’s eine Schau.

Start in Ziersdorf – beim Kreuzingerhaus – mit Horst Bartke auf der Puchmit der Nummer 102, dahinter Werner Schmid mit der Nummer 73.  |  NOEN

Im Oktober 1967 ging das erste internationale Motorradrennen in Ziersdorf in Szene. Diese Rennen der Austrian Tourist Trophy fanden insgesamt sechsmal statt (1972 wurde einmal ausgesetzt). 1973 wurde diese Veranstaltung in Ziersdorf zum letzten Mal gefahren, da verschiedene Sicherheitsauflagen aufgrund der hohen Geschwindigkeiten auf dem 8,3 Kilometer langen Kurs über Gettsdorf, Hollenstein und zurück nicht mehr erfüllt werden konnten.

Leider gab es auch immer wieder schwere Unfälle, wodurch 1974 dann das Aus für das Motorradrennen in Ziersdorf gekommen war. Namhafte internationale und nationale Motorradfahrer waren in den verschiedenen Hubraumklassen an den Start gegangen, darunter der Australier Jack Findlay, der Brite John Doods, der Finne Jarno Saarinen (Finnland) und heimische Größen wie Harald Bartol, Werner Berghold, Karl Auer oder Horst Bartke.

„Horst Bartke senior hat mir erzählt, dass Ziersdorf zu dieser Zeit der schnellste Kurs Österreichs war. Die Durchschnittsgeschwindigkeit soll 160 Stundenkilometer betragen haben“, zeigt sich einer der Organisatoren, Harald Schörg, vom „Höllentempo“ noch heute beeindruckt.

Filme und Fotos werden gesucht

Der Motorsportclub Ziersdorf, unterstützt durch die Gemeinde, will zum 50-Jahr-Jubiläum dieser internationalen Veranstaltung am 26. und 27. August eine Sonderausstellung organisieren. Historische Rennmotorräder, alte Fotos, Filme und Rennutensilien sollen präsentiert werden. Geplant ist auch eine Oldtimersonderwertungsfahrt der RBO-Trophy von Hermann Stöckl auf dem alten Rundkurs – am 26. August vormittags.

Um diese Ausstellung möglichst vielfältig gestalten zu können, werden vor allem Filme und Fotos aus Privatbesitz, die den Veranstaltern als „Leihgabe“ beziehungsweise als Vorlage für die Anfertigung von Kopien dienen, gesucht.

„Sollte wer im Besitz solcher für uns sehr wichtigen Zeitzeugen sein, dann wären wir sehr dankbar, wenn Sie uns diese vorübergehend zur Verfügung stellen würden“, freut sich Schörg auf hoffentlich viele Exponate. Kontakt: 0664-88425107.