Erstellt am 08. Oktober 2015, 05:57

von Karin Widhalm

Jufa-Hotel tritt Weinstraße bei. Obfrau Dworzak freut sich: „Jufa ist für die Entwicklung des Fremdenverkehrs wichtig.“

Vorstandssitzung im Jufa-Gästehaus mit (v.l.): Manfred Marihart, Regina Weineck-Forman, Weinstraße-Geschäftsführer Klaus Gössl, Herbert Goldinger, Jufa-Geschäftsführer Andreas Gindl-Neubauer, Martin Reiter, Obfrau Tanja Dworzak, Georg Jungmayer, Peter Steinbach und Reinhold Griebler. Foto: Weinstraße Weinviertel West  |  NOEN, Weinstraße Weinviertel West

Das Jufa Weinviertel wurde vor ziemlich genau vier Jahren feierlich eröffnet. 11.500 Nächtigungen verbucht man inzwischen. Jetzt ist das Hotel Mitglied bei der Weinstraße Weinviertel West.

Tanja Dworzak, Obfrau der Weinstraße, ist über den Neuzugang sehr froh: „Das Jufa-Gästehaus ist für die Entwicklung des Fremdenverkehrs im Weinviertel ein wichtiger Teil. Gerade in unserer Region sind Unterkünfte für größere Reisegruppen Mangelware.“

In der Vorwoche fand – quasi als „Einstand“ – die Vorstandssitzung im Seminarraum des Hotels statt. Gleich zu Beginn überreichte Dworzak dem Geschäftsführer Andreas Gindl-Neubauer die Weinstraßen-Tafel. Bürgermeister Georg Jungmayer führte im Anschluss durchs Haus.

Alberndorf hadert mit Beitragserhöhung

Die Weinstraße hat damit einen neuen Mitgliedsbetrieb. Zuletzt diskutierten die Gemeinden, ob sie dem reformierten Mitgliedsbeitragssystem zustimmen sollen – siehe auch hier:

Denn: Manche müssen mit einer erheblichen Erhöhung rechnen.

Alberndorf überlegte bei dem Plus von 876,93 Euro (bei fünf Mitgliedsbetrieben) sogar den Austritt. „Leider ist es so, dass dann die Weinbaubetriebe auch nicht mehr Mitglied bei der Weinstraße sein können“, will Bürgermeister Christian Hartmann seine Winzer nicht unbedingt im Stich lassen. Aber: „Das ist eine Erpressung der Sonderklasse.“

„Hätte sonst auch eine Diskussion gegeben“

Bürgermeister Georg Jungmayer ist ebenso betroffen (plus 154,60 Euro). Die Gemeinde zählt mit dem Schlossweingut Hardegg und der Eurovinothek bisher nur zwei Mitgliedsbetriebe.

„Wenn das Jufa nicht dazugekommen wäre, hätte es in unserer Gemeinde auch eine Diskussion gegeben“, glaubt Jungmayer, der auch im Vorstand der Organisation vertreten ist.

Er ist aber überzeugt: „Die Weinstraße ist sicher ein wichtiger Bestandteil der Region und unterstützt vieles.“ Er findet es „unfair“, wenn Gemeinden mit vielen Mitgliedsbetrieben austreten wollen.

Die frühere Eselmühle wurde in ein Jugend- und Familiengästehaus umgebaut, mit Sporthalle, Kegelbahn und Wellnessbereich – nicht nur für Hotelgäste. Das Thema „Mühle“ schlägt sich nieder. Andreas Gindl-Neubauer ist seit 2014 Manager.