Pulkau

Erstellt am 16. Mai 2017, 12:02

von Karin Widhalm

Junge Städter für Wald begeistert. Der Bewerb feiert 30. Geburtstag: Schüler lösen in grünen Lungen „Waldaufgaben“.

Die Organisatoren der Waldjugendspiele dürfen sich heuer über die 30. Auflage freuen: „400.000 Schüler sind in die niederösterreichischen Wälder geschleust worden“, lächelt Bezirksförster Arnold Triebelnig.

Sinn der Sache ist nicht nur, dass die sechste Schulstufe zumindest einmal den Duft der grünen Lunge eingeatmet hat. Wissen über den Wald ist genauso gefragt. „Gerade im städtischen Bereich haben die Kinder überhaupt keinen Bezug“, führt Triebelnig aus.

15 Klassen aus dem Bezirk Hollabrunn kamen deshalb beim Waldbad zusammen, um sechs Stationen zu absolvieren. Sie mussten zum Beispiel die Fährten der Wildtiere zuordnen oder Bäume benennen. Die Kinder packt da durchaus der Ehrgeiz, wie Triebelnig Jahr für Jahr beobachten darf.

„Waldmeister“: Platz eins für Sitzendorf

Die Schüler der NMS Sitzendorf waren heuer die Besten und dürfen beim Landesfinale in Gföhl antreten. Die Mittelschulen Pulkau und Göllersdorf folgten auf Platz zwei und drei.

Der Bezirksförster kennt die Waldjugendspiele seit ihren Anfängen: Fast alle Schulen haben sich jährlich beteiligt. „Das Problem ist, dass man die Kinder erst einmal vom Computer wegkriegen muss“, erklärt Herbert Irschik, der bis 2013 Förster war. „Aber wenn sie einmal draußen sind, dann sind sie ganz begeistert.“ Das sei das Ziel, betont Triebelnig.

Er und seine Förster kämpfen übrigens gerade mit dem Eschensterben. „Das Hauptproblem ist, dass die Wurzeln absterben und der Baum dann umfällt“, erzählt Triebelnig. Positiv ist für ihn: Die Waldflächen nehmen in Österreich stetig zu.