Erstellt am 05. Januar 2016, 08:41

von NÖN Redaktion

Löscharbeiten und Tee bei -7 Grad. 67 Feuerwehrmitglieder rückten am späten Montagabend bei klirrender Kälte zu einem Wohnhausbrand in Karlsdorf im Pulkautal aus.

 |  NOEN, BFKDO
Eine Nachbarin hatte das Feuer bemerkt und Alarm geschlagen. Bei minus 7 Grad befahl Einsatzleiter Walter Gruber dem ersten Atemschutztrupp einen direkten Löschangriff auf den in Brand befindlichen hinteren Teil des Gebäudes. Das Dach des vorderen Gebäudeteils wurde geöffnet, sodass weitere Atemschutztrupps eine Ausbreitung des Feuers verhindern konnten.



Insgesamt kamen acht Atemschutztrupps mit 24 Geräteträgern zum Einsatz. Mit einem Hochleistungslüfter wurde das Gebäude rauchfrei gemacht. Eine Wärmebildkamera half, den Brand zu kontrollieren und Glutnester abzulöschen. „Im direkt angebauten Nachbargebäude wurden ebenfalls laufend Kontrollen an der Feuermauer durchgeführt“, berichtet Bezirksfeuerwehrchef Alois Zaussinger.

Durch die tiefen Temperaturen waren viele Einsatzmittel der Feuerwehren rasch mit einer dicken Eisschicht überzogen. Anrainer versorgten die Einsatzkräfte mit heißem Tee.

Die Polizei nahm die Brandermittlung auf. Verletzt wurde niemand. Um 0.30 Uhr konnten die ersten Feuerwehren wieder einrücken. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an.
Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren aus Haugsdorf, Jetzelsdorf, Peigarten, Pfaffendorf-Karlsdorf, Pernersdorf und Ragelsdorf, das Bezirksfeuerwehrkommando, Rotes Kreuz und Polizei.