Erstellt am 29. Januar 2016, 04:53

von Christoph Reiterer

Kindergarten wird zu Social Green Building. HTL-Schüler und Wissenschaftler entwickeln ein regionales, nachhaltiges Energiemanagement-Konzept.

Überbrachten Leiterin Judith Haslinger eine CO-Ampel für den Löfflerkindergarten: Vizebürgermeister Alfred Babinsky, Lukas Reibenwein und Florian Egert von der Elektronik-Abteilung der HTL, Umweltgemeinderat und HTL-Lehrer Josef Keck sowie Rathaus-Verwaltungsleiter Helmut Schneider. Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN

In der Robert Löfflerstraße gibt es neuerdings eine Ampel – und zwar eine CO-Ampel im Kindergarten. Im vom Wissenschaftsministerium geförderten Sparkling-Science-Projekt „SOLARbrunn: Mit der Sonne in die Zukunft“ erarbeiten Schüler von vier Abteilungen der HTL Hollabrunn (Elektronik, Elektrotechnik, Umwelttechnik, Wirtschaftsingenieurwesen) eine Vision eines nachhaltigeren Umgangs mit Energie.

Die Nutzung von Solarenergie steht dabei im Fokus. Die Jugendlichen werden von ihren Lehrkräften sowie von Wissenschaftlern der Fakultät für Physik der Universität Wien und des Umweltdachverbands unterstützt.

Ziel ist ein Konzept, den Kindergarten in ein „Social Green Building“ umzuwandeln. Technische, wirtschaftliche und soziale Daten werden dazu benötigt. Es geht darum, wie und wofür die Energie genutzt wird.

Für diese Nutzungen sollen unterschiedliche Lösungen gefunden werden, die von den Nutzern akzeptiert und über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden. Der Ressourcenbedarf soll minimal sein und im oder am Gebäude erzeugt werden.

Einschulung in der „Luftüberwachung“

Ein Teil der Lösung ist die Überwachung der Luftqualität, Luftfeuchtigkeit und Temperatur durch eine sogenannte CO-Ampel. Diese wurde von HTL-Schülern im Rahmen einer Diplomarbeit entwickelt. Vergangene Woche wurde das Kindergartenpersonal eingeschult.

Folgen sollen Konzepte für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften bezüglich nachhaltigem Energiemanagement sowie ein Konzept für einen Stakeholderdialog zu nachhaltiger Energienutzung in anderen Gemeinden.

Zwischen 15. April und 13. Mai ist eine umfassende Präsentation der Forschungsergebnisse geplant. Eingeladen werden Gemeindevertreter, regionale Politiker, Gewerbetreibende und Interessierte, um am Beispiel des Kindergartens gemeinsame Möglichkeiten für die Weiterentwicklung einer lokalen umweltpolitischen Zukunftsvision zu diskutieren.