Heldenberg

Erstellt am 09. April 2017, 05:08

von Barbara Witzany

BildungsKonzil: Leidenschaft ist gefragt. Vom 7. bis 9. September findet das „BildungsKonzil“ der NÖ Wirtschaftskammer am Heldenberg statt. Wer mit dem Herz beim Thema ist, kann sich für die Teilnahme bewerben.

Präsentierten das BildungsKonzil in Kollers Oldtimer-Museum: Sonja Zwazl, Tim Unger und Bürgermeister Peter Steinbach.  |  Witzany

„Das Konzil“ im September will die Bildungsdebatte aufbrechen. Mit dem Leitthema „Wie kann Bildung Frieden sichern?“ findet die Premiere dieser dreitägigen Veranstaltung statt. Vergangenen Freitag wurde das „BildungsKonzil“ am Heldenberg von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Tim Unger, Universitätsprofesser für Erziehungswissenschaften, vorgestellt.

Zwei Tage entwickeln Fachexperten, Unternehmer und Vertreter der Zivilgesellschaft gemeinsam neue Ideen und Lösungsansätze für die Bildungsfragen der Gegenwart.

Erfahrung, Engagement und Offenheit seien gefragt: „Praktikerin trifft auf Wissenschaftler, Unternehmer auf Beamtin. Bewegerin auf Bewahrer, Jugend auf Erfahrung. Jeder hat am Thema Bildung Anteil und jede Erfahrung zählt“, so das Credo. Jeder hat die Chance, nach einem aussagekräftigen Bewerbungsstatement auf www.bildungskonzil-heldenberg.at als einer der 84 Teilnehmer in das „BildungsKonzil“ einzuziehen.

„Das Konzil tritt an, um verkrustete Strukturen in der Bildungsdebatte aufzubrechen und einen neuen Grundkonsens zu entwickeln.“Sonja Zwazl

Die Auswahl trifft der Konzil-Senat – erfahrene Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft. Nationalität, Geschlecht, Beruf, sozialer Stand oder Weltanschauung spielen dabei keine Rolle. Ausschlaggebend ist die erwartbare Beitragsleistung des Bewerbers, wie sie sich im Bewerbungsstatement, im persönlichen Zugang und im fachlichen Hintergrund abzeichnet.

Wenn die Bewerbung dieses Jahr nicht zur Teilnahme an den Gruppendiskussionen für die ersten beiden Tage ausgewählt wurde, kann man am dritten Tag bei der öffentlichen Podiumsdiskussion dabei sein – als engagierter Vertreter moderner Bildungsziele und als Bewerber für das „BildungsKonzil Heldenberg 2018“.

„Zu wichtig für Grabenkämpfe“

Das diesjährige Thema „Wie kann Bildung Frieden sichern?“ setzt unmittelbar an einem Brennpunkt der Gegenwart an. „Liberale demokratische Gesellschaftsverfassungen geraten unter Druck, Weltoffenheit, Wohlstand und Bildung stehen vor tief greifenden Herausforderungen“, ist Tim Unger überzeugt.

Das Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Konzepte für das Bildungssystem im deutschsprachigen Raum. Als „umfassende Initiative mit der Bereitschaft, eingefahrene Bahnen zu überwinden“, will Zwazl das künftig jährliche „BildungsKonzil Heldenberg“ verstanden wissen: Für ideologische Grabenkämpfe sei das Thema Bildung zu wichtig und der Handlungsbedarf zu hoch.