Hollabrunn

Erstellt am 10. Januar 2018, 04:17

von Christoph Reiterer

Ansporn aus eigenen Reihen. Christoph Reiterer über die Frage, wie lange ein Politiker dürfen soll.

Dass Richard Hogl beim – einmal mehr imposant aufgezogenen – Neujahrsempfang der Bezirks-ÖVP wortgewaltig kundtat, mit seiner Polit-Karriere als Landtagsabgeordneter noch lange nicht am Ende zu sein, kam freilich nicht von ungefähr. Schließlich hatte ihm sein junger Parteikollege und JVP-Bezirkschef Florian Hinteregger via NÖN sozusagen die Rute ins Fenster gestellt, als er ausdrückte, dass Politiker ein Ablaufdatum haben sollten.

Nachlassende Euphorie, Amtsmüdigkeit, das ungute Image des Sesselklebers, die Gefahr der noch unguteren Freunderlwirtschaft: Es gibt durchaus gute Argumente für Hintereggers These. Hogl entgegnete nun, dass erfolgreiche Politik einer Kontinuität bedürfe, und maßregelte: Politik sei nichts für Feschaks, Sunnyboys und Schaumschläger.

Er denkt also gar nicht daran, sich ins Bockshorn jagen zu lassen. Nüchtern betrachtet könnte ein festes Zeitlimit für Abgeordnete letztlich auch Bewegungen wehtun, die nicht über die Personalressourcen der hierzulande dominanten VP verfügen.