Erstellt am 22. Juni 2016, 05:00

von Christoph Reiterer

Buchstäbliche Qual der Wahl. Christoph Reiterer über die VfGH- Vorladung für Hollabrunn.

 Der hauchdünne Sieg von Alexander Van der Bellen über Norbert Hofer in der Bundespräsidenten-Stichwahl und die folgende Anfechtung des Ergebnisses durch die FPÖ hatte nun ein Nachspiel für Mitglieder der Hollabrunner Bezirkswahlbehörde, die vom VfGH als Zeugen geladen wurden.

Überraschend, weil seit diesem hoch spannenden Montag, 23. Mai, niemand den Ablauf in Hollabrunn moniert hatte. Überraschend war aber ebenso, dass sich vor der Einvernahme durch die Verfassungsrichter am Dienstag (21.6.) niemand so recht erklären konnte oder wollte, wie man zu dieser zweifelhaften Ehre kam.

Der Heilige Geist wird’s nicht gewesen sein, seufzte Behördenchef Stefan Grusch, wollte sich nicht weiter äußern. Doch auch die Blauen wollen die Behörde nicht angepatzt haben. Apropos: Die FPÖ Gänserndorf gerät gerade selbst in rechtliche Bredouille, weil sie die Korrektheit der Wahlkarten-Auszählung anzweifelt, obwohl sie diese zunächst selbst beglaubigt hat. Es gilt, auch für den Heiligen Geist, die Unschuldsvermutung.