Erstellt am 11. Mai 2016, 03:54

von Bernd Dangl

Ein äußerst bitteres Ende. Bernd Dangl über das Semifinal-K.o. des UHC Hollabrunn in der Bundesliga.

So schnell kann es vorbei sein. Vor wenigen Tagen markierte der UHC Hollabrunn mit Platz eins im Oberen Play-off der Handball-Bundesliga noch den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, nun setzte es mit dem Halbfinal-Aus gegen Graz die totale Ernüchterung. Ausgerechnet gegen einen Gegner, den man im Laufe der Saison dominiert hatte. Damit sind mit Grunddurchgangs-Sieger St. Pölten und Play-off-Sieger Hollabrunn die absoluten Top-Teams jetzt draußen.

So matchen sich mit Ferlach und Graz nicht unbedingt die Favoriten um den Aufstieg in die HLA. Okay: Man kann sagen, diese Teams haben die Halb finale für sich entscheiden, stehen verdientermaßen im Endspiel. Aber ist dieser – aktuelle – Modus der Bundesliga wirklich fair? Sollte am Ende nicht jenes Team aufsteigen, das über die gesamte Saison gesehen das beste war? Braucht es einen Modus mit Play-off und anschließenden Endspielen, in denen alle – egal, wie die Leistungen davor waren – wieder bei Null beginnen?

Sinnvoller und sportlich aussagekräftiger wäre ein Modus „Jeder gegen Jeden“, wenn‘s sein muss, viermal pro Jahr, um die Meisterschaft in derselben Länge aufrechtzuerhalten. Dann stünde am Ende wirklich das Top-Team an der Spitze.