Erstellt am 13. Januar 2016, 05:18

von Christoph Reiterer

Ein Projekt, das einen Virus hat. Christoph Reiterer über die Einsprüche zum geplanten Ausbau der S 3.

Eigentlich hatte man als in diesem Bezirk gelernter Skeptiker eher damit gerechnet, dass sich Grundstückseigentümer bei den Verhandlungen querlegen und womöglich den Ausbau der Weinviertler Schnellstraße verzögern würden. Jetzt gibt es zwei Einsprüche gegen das Projekt und man wäre froh darüber, wenn diese „nur“ von Grundstückseigentümern kommen würden. Das wäre wenigstens einfach zu erfassen.

Stattdessen zerpflückt nun eine Gruppe von Wissenschaftlern, die laut Leitbild der gesellschaftlichen Verantwortung ihrer Tätigkeit gerecht werden will, praktisch das gesamte Projekt. Dazu kommt ein Einspruch von der Umweltorganisation Virus („für Menschen ungefährlich und im Dienst der Verbreitung von Ideen“), die in Person von Wolfgang Rehm auch die Schnellstraßenprojekte im Marchfeld auseinandernimmt.

Eine Gesetzwidrigkeit in der Bundesstraßen-Lärmimmisionsschutzverordnung? Bestimmt fundiert begründet. Für die Bewohner, vor deren Häusern jetzt noch länger tausende Kfz pro Tag vorbeidonnern, aber ein weiterer Schlag ins Gesicht.

Zum Thema: