Erstellt am 24. Februar 2016, 04:39

von Bernd Dangl

Ein zu rasanter Aufstieg. Bernd Dangl über die Problemzonen beim SC Guntersdorf.

Der Aufstieg des SC Guntersdorf von der 2. Klasse bis in die 2. Landesliga binnen sechs Jahren ging schnell – für die Entwicklung des Vereins zu schnell. Denn während die Mannschaft nach oben stürmte, blieb die Infrastruktur in personeller Hinsicht quasi unverändert.

Noch immer schupft Franz Kurzweil als „Mr. Guntersdorf“ fast allein den Laden. Dass die Anforderungen an einen Landesligisten aber wesentlich höhere als an einen 2.-Klasse-Verein sind, ist klar. Hier bedarf es eines gesunden, breit aufgestellten Fundaments, um langfristig erfolgreich zu sein. Vor allem, um nachhaltig arbeiten zu können. Eine „One Man-Show“ reicht auf Dauer nicht.

Aktuell tun sich ja bereits die ersten Probleme auf. Eine Reserve wird nicht immer zusammengekratzt, dazu klafft im Nachwuchs zwischen dem U17-Team (Spielgemeinschaft mit Grabern) und der U11 eine beträchtliche Lücke. Hier fehlt eine ganze Generation. Natürlich gibt‘s in der aktuellen Kampfmannschaft viele Eigenbauspieler, doch ewig können die auch nicht kicken. Was dann? Schon jetzt tut sich der SC am Transfermarkt schwer, weil er beim Wettbieten anderer nicht mittun möchte.

Zum bevorstehenden 70er des Vereins soll natürlich nicht nur schwarzgemalt werden. Gedanken über die Zukunft sollte sich in Guntersdorf aber jeder machen.