Hollabrunn

Erstellt am 13. September 2017, 04:22

von Christoph Reiterer

Eine Gruppe mag nicht mitspielen. Christoph Reiterer über das Politikum rund um den Wasserpark.

Wie es zu erwarten war, ist es rund um die Baumschlägerungen im Hollabrunner Wasserpark noch nicht ruhig geworden. Die Stadtregierung bietet am Donnerstag zwei Experten auf, die über die Tücken von Eschentriebsterben und Borkenkäfern aufklären. Grüne, Freiheitliche und Sozialdemokraten sind aufgrund der ihrer Meinung nach mangelhaften Kommunikation weiter auf den Barrikaden und würden das Thema gerne per Antrag in die nächste Gemeinderatssitzung hieven.

Das wäre, so sagt es die NÖ Gemeindeordnung, gegen den Willen der ÖVP-Mehrheit aber nur dann möglich, wenn der Antrag von mindestens einem Drittel der Mitglieder des Gemeinderates spätestens eine Woche vor der Gemeinderatssitzung eingebracht wird.

Rasch ein wenig Rechenkunst ausgepackt: Sechs Rote, zwei Blaue und zwei Grüne sind bei 37 Mandataren zu wenig dafür. Es bräuchte also auch die vier Scharinger-Gemeinderäte, die den Freiheitlichen abtrünnig geworden sind. Doch auch da scheint es – und das ist jetzt die Ironie an der Gesamtsituation – ein kleines Kommunikationsproblem zu geben.