Erstellt am 27. Januar 2016, 04:53

von Christoph Reiterer

Fell ist schon viel zu dick. Christoph Reiterer über Nachrichten, die uns nicht mehr wundern.

Mit Falschmeldungen und Kettenbriefen über soziale Netzwerke oder E-Mail sind User mittlerweile nahezu täglich konfrontiert. Oft zielen die Fakes darauf ab, jemandem Geld aus der Tasche zu ziehen. Die meisten Schwindel sind für halbwegs Geübte aber relativ leicht zu entlarven.

Dass die offenbar getürkte Meldung über Gauner, die sich als Feuerwehrleute ausgeben, letzte Woche derartige Wellen geschlagen hat, ist einerseits natürlich ein „Verdienst“ der FF-Kameraden selbst: Sie haben hohes Ansehen, ihnen vertraut man einfach, das gibt Emotionen her.

Andererseits ist null Sinn dahinter zu erkennen, warum man ausgerechnet eine solche Fake-Meldung hinausposaunt. Ein Gag? War nicht lustig. Angeberei? Gestaunt hat auch keiner. Ein Mittel, Menschen zu verunsichern? Wir lesen oder hören jeden Tag von Einbrüchen, Trickbetrügereien, Übergriffen auf Frauen oder ungelösten Flüchtlingsproblemen. Wer sich verunsichern lässt, ist es längst.

Es bleibt, was es ist: eine von unzähligen Nachrichten, über die wir nur den Kopf schütteln können. Ob Fake oder nicht.