Hollabrunn

Erstellt am 04. Januar 2018, 04:12

von Christoph Reiterer

Intoleranz ist fehl am Platz. Christoph Reiterer über eine fragliche Erkenntnis im Vorwahlkampf.

Wohin wandern die 7,9 Prozent der Stronach-Stimmen? Was kann der neue SPÖ-Chef Richard Pregler bewirken, der als Typ so ganz anders ist als sein Vorgänger Werner Gössl? Das sind zwei der brennenden Fragen, die die Landtagswahl im Bezirk mit sich bringt. Eher fragwürdig ist der Umstand, dass die NEOS bei ihrem – letztlich erfolgreichen – Bemühen um die nötigen Unterschriften für die Kandidatur auf sorgenvolle Reaktionen stießen.

Menschen hätten aus Furcht, dafür angeprangert zu werden, keine Unterstützungserklärung leisten wollten. Traurig, aber wohl wahr. Und sollte jetzt tatsächlich jemand denken, dass eine derartige Reaktion aus Parteiideologie gerechtfertigt wäre: Die Kandidatur eines Mitbewerbers zu unterstützen, bedeutet noch lange nicht, diesem auch bei der Wahl seine Stimme zu geben. Vielmehr beweist es die Erkenntnis, dass Meinungsvielfalt ein elementares demokratisches Prinzip ist – und meist belebend wirkt.

Wohin der gegenteilige Weg führt, exerzieren uns im Übrigen Machthaber gar nicht so weit weg von hier vor.