Erstellt am 11. November 2015, 04:22

von Bernd Dangl

Jetzt ist es keine Sensation mehr. Bernd Dangl über die Verpflichtung von Maria Wolf beim SV Sitzendorf.

Die große Sensation wie im Herbst des Vorjahres, als Maria Wolf ihren Bruder Johann auf der Trainerbank von Gebietsligist Obritz ablöste, ist es zwar jetzt nicht mehr, überraschend ist die Verpflichtung der 34-Jährigen als Trainerin beim SV Sitzendorf (siehe Seite 68 der dieswöchigen Hollabrunner NÖN) aber allemal.

Wolf hat damit auch nach außen hin bewiesen, dass sie kein „One Hit Wonder“ ist, ihre Zukunft sehr wohl im Trainergeschäft sieht – und dass ihre Kenntnisse – Wolf ist immerhin im Besitz der UEFA B-Lizenz – auch außerhalb von Obritz Beachtung finden. Selbst wenn es vorerst nur die 2. Klasse ist. Selbst wenn eine Frau auf der Trainerbank noch immer als Exotin im Männerfußball gilt. Immerhin schaffte Wolf in der Vorsaison mit Obritz den Turnaround und somit den Klassenerhalt.

Für Wolf war wichtig, dass sie nach ihrem Rückzug in die zweite Obritzer Reihe rasch wieder irgendwo im Vordergrund steht. Denn auch im Fußballgeschäft gilt: aus den Augen, aus dem Sinn. Und was besonders wichtig ist und sich auch hoffentlich alle Sitzendorfer ins Stammbuch schreiben: Am Ende soll Maria Wolf nur an ihren sportlichen Erfolgen gemessen werden. Genauso wie ihre männlichen Kollegen. Spielen müssen ohnehin die Spieler – und vielleicht geben die für die „Frau Trainerin“ ja künftig die berühmten paar Prozent mehr …

NÖN.at hatte berichtet: