Hollabrunn

Erstellt am 28. Dezember 2017, 05:07

von Christoph Reiterer

Eine Forderung am Abstellgleis. Christoph Reiterer über einen Pendler-Wunsch, für den ein Christkind nicht reicht.

Schneller reisen auf zwei Gleisen. Die Forderung nach einem zweiten Gleis auf der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Hollabrunn hat sich längst zum politischen Dauerbrenner entwickelt, wenn sonst g‘rad nichts unter den Nägeln brennt.

Vor mehr als neun Jahren gab der damalige SPÖ-Bezirksvorsitzende Werner Gössl der Geldvernichtung durch die schwarz-blaue Regierung die Schuld daran, dass hier Stillstand herrschte. Doch nach „The world in Vorarlberg is too small“-Hubert Gorbach hatte man unter fünf roten Infrastrukturministern nicht den Eindruck, als wäre die Forderung nach einem zweiten Gleis oder das Wissen über die Existenz der Strecke überhaupt bis zur Vorzimmerdame gelangt.

So gesehen wäre es ein Erfolg, wenn es unter Neo-Verkehrsminister Norbert Hofer, FPÖ, endlich einmal eine ernste politische Debatte über die Pendler-Pein der Eingleisigkeit geben würde. Die Hoffnung, dass der Bezirk nicht too small und too unimportant dafür ist, stirbt zuletzt.